Wirtschaftskriminalität in Deutschland wird digitaler

Wirtschaftskriminalität in Deutschland wird digitaler

Wirtschaftskriminalität wird zunehmend digitaler. Unternehmen nutzen deshalb vermehrt spezialisierte Detektive, um Cybercrime aufzuklären.

Laut einer Studie der PricewaterhouseCoopers (PwC) wurden in der vergangenen zwei Jahren 45 Prozent aller Unternehmen in Deutschland Opfer von Wirtschaftskriminalität. Die in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) zeigt, dass dabei eine stetige Verlagerung von analoger Wirtschaftskriminalität in den Bereich „Cybercrime“ erfolgt. Unternehmen sind aufgrund der komplexen Ermittlungen deshalb immer öfter gezwungen spezialisierte Privat- und Wirtschaftsdetektive zum Beispiel von der Detektei Hagen einzusetzen, um die Überhand im Kampf gegen Kriminelle nicht zu verlieren.

Die am häufigsten aufgetretenen Arten von digitaler Wirtschaftskriminalität sind laut PwC:

  • Computerbetrug bei 21 Prozent der betroffenen Unternehmen
  • Manipulation von Finanzdaten und Konten bei 14 Prozent der Unternehmen
  • Ausspähen von digitalen Daten (Wirtschaftsspionage) bei 14 14 Prozent der Unternehmen

Besonders große Schäden entstehen aber vor allem durch den sogenannten „CEO-Fraud“ (Geschäftsführerbetrug), bei dem Kriminelle per Telefon oder Mail versuchen sich als Geschäftsführer oder Manager auszugeben und so Angestellte zu bewegen große Geldbeträge auf ausländischen Konten zu überweisen. In Deutschland berichten 40 Prozent der für die Studie befragten Unternehmen, dass Betrüger versuchten sie per CEO-Fraud zu schädigen. Erfolgreich waren die Betrüger allerdings laut den Studienergebnissen nur bei 5 Prozent der Gesamtunternehmen.

Laut Steffen Salvenmoser, Experte für Wirtschaftskriminalität bei PwC zeigt „die Untersuchung, dass CEO-Fraud eine systematisch angewandte Betrugsmethode ist, die für deutsche Unternehmen ein signifikantes Bedrohungspotenzial birgt.“

Analoge Wirtschaftskriminalität sinkt

Trotz der deutlich gestiegenen digitalen Wirtschaftskriminalität zeigt die Studie auch positive Ergebnisse. Unternehmen und Konzerne konnten vor allem im Kampf gegen analog agierende Wirtschaftskriminelle in den vergangenen Jahren durch bessere Compliance-Richtlinien und den Einsatz von Privatdetektiven große Erfolge erzielen. Dies zeigt sich vor allem im starken Rückgang der Korruptionsfälle, die in den letzten zwei Jahren nur sechs Prozent der befragten Unternehmen betrafen. Vor nur zehn Jahren lag der Anteil noch doppelt so hoch.

723.000 Euro durchschnittlicher Schaden

Die durch Wirtschaftskriminalität entstandenen Schäden hängen vor allem von der Unternehmensgröße ab. Im Mittel lagen sie bei allen befragten Unternehmen bei 723.000 Euro. Die regelmäßige Überprüfung verdächtiger Personen und sicherheitsrelevanter Aspekte des Unternehmens durch einen Detektiv als vorbeugende Maßnahme stellt daher für die meisten Unternehmen eine rentable Investitionen dar, die häufig große Schäden verhindern kann und als Betriebsausgaben von der Steuer absetzbar ist.

Bei großen Unternehmen, die von Wirtschaftskriminalität betroffen waren, ist die Schadenshöhe im Durchschnitt sogar wesentlich größer:

  • 500 bis 999 Mitarbeiter im Mittel 1,58 Millionen Euro
  • 1000 bis 4.999 Mitarbeiter im Mittel 2,60 Millionen Euro
  • 000 bis 10.000 Mitarbeiter im Mittel 11,08 Millionen Euro
  • Über 10.000 Mitarbeiter im Mittel 24,38 Millionen Euro

Der Studiendurchschnitt aller 212 von schwerwiegenden Wirtschaftsdelikten geschädigten Unternehmen lag bei 7,23 Millionen Euro.