Die Vereinigung der Unternehmerverbände (VUV) in Mecklenburg-Vorpommern hat sich am Mittwoch klar positioniert. Die Wirtschaft spricht sich nach der Landtagswahl 2021 ganz klar für eine Fortführung der Großen Koalition aus.
„Die von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig formulierten Ziele, die zum großen Teil von der Wirtschaft mitgetragen werden, werden nur in dieser Konstellation erfolgreich umsetzbar sein“, heißt es in einer Mitteilung des Arbeitgeberverbandes, der mit seinen über 5600 Mitgliedern und gut 340.000 Beschäftigten die Interessen der Unternehmen im Nordosten vertritt.
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In der letzten Wahlperiode seien richtige und für die Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns notwendige Weichen gestellt worden, sagte VUV-Geschäftsführer Sven Müller – und richtete dabei auch deutliche Worte an die Adresse der Christdemokraten. „Die CDU ist gefordert, sich jetzt in einer veränderten Aufstellung schnellstmöglich zu finden. Sondierungsgespräche und gegebenenfalls Koalitionsverhandlungen sollten nicht ohne einen erfahrenen Wirtschaftsminister wie Harry Glawe erfolgen.“
Als einziger mit Direktmandat gewählter CDU-Abgeordnete und bisheriger stellvertretender Regierungschef sei Glawe bei der SPD anerkannt und könne auf Augenhöhe mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verhandeln, so der Wirtschaftsvertreter.
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Die Wähler haben nun aber anders entschieden und die große Koalition (die CDU ist doch óhnehin keine Volkspartei im Osten mehr) abgewählt.
Was stimmt in diesem Land eigentlich nicht, dass sich nach der Wahl die ganzen Erdmännchen aus der Wirtschaft vor dem Wähler aufbauen und der Politik vorschreiben wie der Bums hier zu laufen hat.
Unverschämt, Undemokratisch, Unternehmer.
Auf den Punkt 👍🏻
Ich sagte doch die cdu dankt nicht ab. Die haben sich schon in den wichtigsten Bereichen festgezeckt. Und was interssiert es einen Großunternehmer was der Wählerwille ist, der Rubel muss rollen.
Dass sich die CDU festkrallen würde, glaube ich, hat niemand anders erwartet.
Nur entweder ist es mir vorher nie so aufgefallen oder es ist nach 16 Jahren ein Novum, dass solche Gespräche nicht im Hinterzimmer geführt werden, sondern dem Wähler mittels gerichteter Öffentlichkeitsarbeit, offensiv, mit etlichen (beauftragten) Arbeitgeberinitiativen ins Gesicht gespuckt wird, in dem dessen Wahlentscheidung zur Makulatur degradiert wird. Die Politik macht jetzt auch ganz öffentlich VW, RWE und Aldi.
Mir ist zwar bewusst, dass sowas ständig stattfindet aber auf diese dreiste Art? Es ist doch eine Frechheit sondergleichen, dass solche Kampagnen zur Politbeeinflussung bei den größten Tagesblättern gefahren wird und der Presserat da nicht zwischengrätscht.
Für mich sieht das nach Panik aus.
Panik, dass die fetten Jahre der Vetternwirtschaft der CDU vorbei sein könnten.
Da wird alles mobilisiert.
Auch eigene Wahlen von so und soviel Unterzeichnenden, die zwar am Sonntag auch wählen waren – aber, wenn das nicht in einer Demokratie reicht – Druck in den Medien ausüben.
Als legte man es drauf an, dass der Mob den Stecker zieht.
Jetzt wird das Wahlvieh vor den Kopf gestoßen. Abgerechnet wird zum Schluss. Leider ist es so. Es geht nicht um das Volk Nein es geht um ihr Geld.
Da ist wohl eher die Angst vor einem höheren Mindestlohn der Beweggrund sich für eine neue Groko auszusprechen, als die gute Wirtschaftspolitik des CDU Ministers. Diese fand – außer dem aus dem Fenster werfen von ein paar Millionen für die Werften und AIDA – erkennbar nicht statt. Dem Land fehlen Fachkräfte in Industrie und Handwerk – was auch am Lohnkeller liegt. Und es fehlt ein Minister, der im Gegensatz zum examinierten Krankenpfleger Glawe auch was von Wirtschaft versteht. Wenn wie in MV Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit und Tourismus in einer Hand liegen, sollte diese auch kompetent besetzt und mit Gestaltungwillen ausgestattet sein. Die letzten Jahre waren verlorene für die Wirtschaftsentwicklung des Landes, denn das CDU geführte Ministerium stand exemplarisch für das Aussitzen von Zukunftsgestaltung und das von den Wählern zu Recht abgewählte permanent auf Sicht fahren.
Ich kann mich nur daran erinnern, dass er der Vertretungssprecher der Ungewählten war, wenn es um Corona ging.
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