13. September 2021 – 15:14 Uhr
Trading-Apps sind im Trend, die Inflationsrate steigt seit langer Zeit wieder rasant an und Experten raten, man sollte sich besser privat um seine Altersvorsorge kümmern: Wirtschaftsthemen sind allgegenwärtig. Jedoch wissen Jugendliche häufig nicht über sie Bescheid. Das zeigt eine neue Studie im Auftrag des Bankenverbandes. Und das, obwohl sie Lust haben, mehr darüber zu lernen. Die Banken sehen jetzt die Bildungspolitik in der Verantwortung.
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Die neue „Jugendstudie“ des Bundesverbandes deutscher Banken zeigt große Versäumnisse der Politik auf. 85% der befragten 14- bis 24-Jährigen empfinden, dass die Politik für junge Menschen zu wenig getan hat. Viele fühlen sich im Vergleich zu älteren Menschen benachteiligt. Konzerte, Clubs, keine Schule, Kontaktbeschränkungen: Gerade junge Menschen mussten in der Pandemie auf vieles verzichten.
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Auch in der Bildungspolitik zeigen sich Versäumnisse auf. Gut zwei Drittel der Befragten gaben an, wenig in der Schule über Wirtschaft und Finanzen gelernt zu haben. Ein gleich großer Anteil hatte keine Ahnung, welche Rolle die EZB hat. Die Europäische Zentralbank ist für die Preisstabilität des Euros verantwortlich. Nur knapp die Hälfte der Schülerinnen und Schüler gab an, den Begriff Inflationsrate zu kennen.
Manch einer mag den jungen Menschen nun vorwerfen, dass sie sich nicht für wirtschaftliche Themen interessieren. Das stimmt jedoch nicht. Laut der Studie wünschen sich drei Viertel der Jugendlichen, mehr über wirtschaftliche Zusammenhänge zu lernen. Ähnlich viele sind sogar für die Einführung eines eigenen Schulfachs „Wirtschaft“.
Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband deutscher Banken, sieht die Politik in der Verantwortung: „Wir könne nicht von jungen Leuten alles Mögliche erwarten. Die haben wir in der Krise auch ganz schön im Stich gelassen – so fühlen die sich auch. Und bei diesem wichtigen Thema kriegen sie nichts geboten. Da muss mehr passieren.“ (skn)

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