Berlin (dpa) – Beim Einbau von Heizungen setzen die Verbraucher in Deutschland nach Verbandsangaben weiterhin vor allem auf fossile Verbrennungstechnik.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden in Deutschland über 340.000 Gas- und Ölheizungen eingebaut, wie aus Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) hervorgeht. Die als nachhaltig geltenden Alternativen Biomasse-Verbrenner und strombetriebene Wärmepumpen wurden gut 117.000 Mal verbaut. Zuvor hatte die «Welt» über die Zahlen berichtet.
Bei den alternativen Wärmeerzeugern wurde allerdings ein deutlich höherer prozentualer Zuwachs verzeichnet. Biomasse-Verbrenner wurden mit über 40.000 Geräten fast doppelt so häufig eingebaut wie im ersten Halbjahr des Jahres 2020. Bei Wärmepumpen stieg die Zahl der neuen Geräte um fast die Hälfte auf 76.000. Bei Gas- und Ölheizungen waren die Zuwächse mit 18 beziehungsweise 17 Prozent deutlich geringer. Insgesamt gab es dem Verband zufolge im vergangenen Jahr in Deutschland 13,9 Millionen Gasheizungen und 5,3 Millionen Ölheizungen. Biomasse-Verbrenner und Wärmepumpen machten mit zusammen 2 Millionen Stück bislang nur einen geringen Anteil aus.
Dass es generell im ersten Halbjahr 2021 hohe Wachstumsraten beim Heizungseinbau gab, führt der BDH laut dem «Welt»-Bericht auf einen statistischen Sondereffekt zurück. Im ersten Halbjahr 2020 seien wegen der Pandemie insgesamt wenige Aufträge für Neuinstallationen eingegangen, entsprechend deutlich falle der Unterschied im Jahresvergleich aus. Im weiteren Verlauf der Pandemie hätten die Bürger wieder mehr Geld investiert. Den vergleichsweise hohen Anstieg bei alternativen Wärmeerzeugern führt der BDH auf neue Förderprogramme und ein gestiegenes Interesse an CO2-ärmerer Technik zurück.
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