Lehmann: Landesarbeitsmarktprogramm hat sich bewährt

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Lehmann: Landesarbeitsmarktprogramm hat sich bewährt Diana Lehmann - spd-thl.de
(BWP) Die SPD-Arbeitsmarktpolitikerin, Diana Lehmann, zeigt sich über die positive Wirkung der Thüringer Landesprogramme für die vorbereitende Qualifizierung und zur Förderung der Integration in den Arbeitsmarkt erfreut. „Trotz der positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt gibt es nach wie vor Gruppen, die nicht von dieser Tendenz profitieren. Aus diesem Grund hat die SPD bereits in der vergangenen Legislatur das Landesarbeitsmarktprogramm auf den Weg gebracht. Der Erfolg gibt uns recht.“ Lehmann verweist zugleich darauf, dass nach wie vor mehr als ein Drittel der Arbeitslosen länger als ein Jahr ohne Arbeit seien. Mehr als jeder vierte Arbeitslose sei 55 oder älter. So liege die Arbeitslosenquote in diesem Alterssegment weit über dem Durchschnitt bei ca. 9,6 Prozent. „Die positive Entwicklung des Thüringer Arbeitsmarktes geht ganz offensichtlich an einigen vorbei. Und diejenigen, die über einen längeren Zeitraum arbeitslos sind, haben einen besonderen Unterstützungsbedarf“, konstatiert Diana Lehmann und plädiert für weitere Maßnahmen in diesem Bereich.

Die SPD-Abgeordnete schlägt vor, mithilfe einer Mobilisierungsstrategie für Menschen ab 55 Jahren, ältere Arbeitslose in Thüringen wieder fit für den Arbeitsmarkt machen zu wollen. Dadurch sollen diejenigen unterstützt werden, denen die Integration in den Arbeitsmarkt bislang nicht geglückt ist. „Gerade diese Generation hat durch die Folgen der Wiedervereinigung viele Brüche in der eigenen Arbeitsbiografie erfahren müssen. Hier stehen wir vor besonderen Herausforderungen“, betont Lehmann und erläutert: „Erst kürzlich veröffentlichte der Paritätische Wohlfahrtsverband eine Studie die prognostiziert, dass in fünf Jahren jeder zwölfte Rentner in Thüringen von Altersarmut betroffen sein werde. Deshalb halte ich an meiner Forderung nach einer Einheit bei der Rente fest. Wir benötigen zudem eine reale Anhebung des Lohnniveaus in Thüringen durch eine Erhöhung des Mindestlohns und einer verbesserten Tarifbindung. Nur das kann künftige Generationen vor Altersarmut schützen“, ist Lehmann überzeugt.

Eine Gefahr für den Arbeitsmarkt sehe die SPD-Politikerin dabei nicht. Denn entgegen den Behauptungen der Kritiker, ist die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns gut für den Thüringer Arbeitsmarkt, die Entwicklung der letzten Monate beweisen das.

Diana Lehmann sieht die Lohnmentalität in Thüringen weiterhin kritisch. „Die Beschäftigten in Thüringen verzichten gezwungenermaßen auf einen Teil ihres Lohnes. Noch immer verdienen Thüringerinnen und Thüringer durchschnittlich nur etwa 2057 Euro im Gegensatz zu Arbeitnehmern in Westdeutschland mit einem durchschnittlichen Bruttolohn von 2530 Euro. Das sind immerhin 20 Prozent weniger, die man bei uns durchschnittlich gegenüber den westdeutschen Ländern verdient. Eine aktuelle Studie der Universität Erlangen belegt, dass die Thüringer auf Lohn verzichten und das nicht, weil sie sich keine höheren Löhne wünschen, sondern weil sie wenig Chancen sehen, diese durchzusetzen“, so Lehmann.

Als Grund für die jahrelange gängige Praxis einer geringen Entlohnung nennt Diana Lehmann die schwache Tarifbindung im Osten Deutschlands. Umso bedeutender sei der gesetzlich geregelte Mindestlohn für Thüringen, betont die Arbeitsmarktpolitikerin. „Der Mindestlohn war ein erster Schritt weg vom Niedriglohnland Thüringen. Auch wenn die vielen Ausnahmen davon die positive Wirkung des Instrumentes bereits dämpfen.“ Die SPD-Abgeordnete halte deshalb auch nichts von weiteren Ausnahmen beim Mindestlohn, wie etwa für Flüchtlinge.

Quelle: spd-thl.de

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