CDU-Hochschulpolitikerin: „Bei Lehrerausbildung Schularten und Fächerkombination im Blick haben“

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(BWP) Um den Lehrerbedarf in Sachsen nachhaltig abzusichern, hat die Staatsregierung bereits 2012 mit den sächsischen Hochschulen Zielvereinbarungen über die Anzahl der Lehramtsstudienplätze abgeschlossen. Ziel war es, ab dem Wintersemester 2012/13 jährlich 1.700 Studienanfänger für das Lehramt zu immatrikulieren, rund 700 mehr als in den Jahren zuvor. Heute hat das Kabinett einen Zwischenbericht über den aktuellen Stand bei der Lehrerausbildung vorgestellt.
 
Dazu erklärt die wissenschaftspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion:
„Die heute vorgestellten Zahlen zeigen deutlich, wie wichtig es war, die Zielvereinbarungen vor drei Jahren zu treffen. So ist es gelungen, bei allen Schularten mehr Studienanfänger zu gewinnen. Insgesamt haben sich zum Wintersemester 2014/2015 2031 Lehramtsstudierende an Sachsens Hochschulen eingeschrieben. Erfreulich ist vor allem das große Interesse für den erst im Wintersemester 2013/2014 eingerichteten Studiengang „Lehramt an Grundschulen“ in Chemnitz. Hier konnten von Beginn an alle Studienplätze belegt werden.
 
Allerdings ist die Verteilung der Studienanfänger auf die einzelnen Schularten noch sehr unterschiedlich. Während wir bei der Ausbildung von Gymnasiallehrern über Plan liegen, sind die Zahlen für die Oberschule bislang noch unter der eigentlichen Zielgröße. Nachholbedarf besteht auch bei der Ausbildung von Lehrkräften für die berufsbildenden Schulen. Deshalb müssen wir in Sachsen bei der Lehrerausbildung noch mehr die Schularten und die Fächerkombinationen im Blick haben, da vor allem für die Naturwissenschaften der Nachwuchs fehlt. Deshalb ist unter anderem eine ausführliche Beratung vor Studienbeginn wichtig.
 
Sachsen braucht nach wie vor dringend junge, gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, da in den nächsten zehn Jahren etwa die Hälfte der rund 30.000 Lehrerinnen und Lehrer an den öffentlichen Schulen im Freistaat altersbedingt ausscheiden. Deshalb müssen wir rechtzeitig Vorsorge treffen.“
 
Hintergrundinformationen:
 
Neben den Zielvereinbarungen zu den Studienplätzen wurde vor drei Jahren auch die Ausbildungszeit der Lehrer verkürzt. Alle Lehramtsstudiengänge für Grund-, Mittel-, Förder- und Berufsschulen sowie Gymnasien wurden ab dem Wintersemester 2012/2013 vom Bachelor-Master-System wieder auf Staatsexamen umgestellt. Das Lehramtsstudium für Grundschule verkürzt sich so um ein Jahr und das Lehramtsstudium für Mittelschule um sechs Monate. Damit sollte vor allem dem großen Mangel an Grund- und Mittelschullehrern begegnet werden. Die Regelstudienzeit umfasst einschließlich der schulpraktischen Studien für das Lehramt an Grundschulen acht Semester, für das Lehramt an Mittelschulen neun Semester, für das Höhere Lehramt an Gymnasien zehn Semester und für das Lehramt Sonderpädagogik ebenfalls zehn Semester.
 
Alle Informationen für Schüler mit Interesse für den Lehrerberuf sowie für Studierende und Bewerber für die Einstellung als Lehrer in Sachsen gibt es im Internet unter: www.Lehrer-werden-in-sachsen.de
 
Andreas Kunze-Gubsch
Pressesprecher
CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages
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