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Arbeits- und Beschäftigungserlaubnis für Asylsuchende - GRÜNE: Staatsregierung fehlt der Überblick und das Engagement

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Arbeits- und Beschäftigungserlaubnis für Asylsuchende - GRÜNE: Staatsregierung fehlt der Überblick und das Engagement
(BWP) Zais: Die sächsischen Unternehmen signalisieren Interesse, Asylsuchende zu integrieren - die Chance sollte nicht vertan werden. Petra Zais, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion, hatte in Kleinen Anfragen an die Staatsregierung gefragt, wie viele Asylsuchende in Sachsen bisher eine Arbeitserlaubnis erhalten haben und wie viele Beschäftigungserlaubnisse zur Aufnahme eines Ausbildungsverhältnisses erteilt worden sind.

Laut Antwort von Innenminister Markus Ulbig (CDU) werden diese Daten jedoch statistisch nicht erfasst. Eine Beantwortung sei nicht möglich, ohne Tausende Akten auswerten zu müssen.

"Angesichts der Ministerreden über die Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen sind die Antworten eine Frechheit", ärgert sich Zais. "Oder sind die angefragten Zahlen so niedrig, dass sich die Staatsregierung scheut, diese zu veröffentlichen?"
"Solange die gesetzlichen Regelungen wie die befristete Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis eine Arbeitsmarktintegration und den Zugang zu Berufsausbildung eher erschweren, wird es wohl bei den schönen Worten von den Chancen bleiben. Sachsen muss sich hier im Bund für einen schnelleren Arbeits- und Ausbildungszugang für Flüchtlinge engagieren."

"Dabei hätte die Staatsregierung in der sächsischen Wirtschaft einen Partner bei der Integration von Asylsuchenden in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt", ist die Abgeordnete überzeugt.
Laut Umfragen der IHK signalisieren sächsische Unternehmen Bedarf und Bereitschaft, Asylsuchende zu integrieren. Auf der Webseite der Handwerkskammer heißt es u.a.: >>Aufgrund sinkender Nachwuchszahlen ist es für sächsische Arbeitgeber von Interesse, Fachkräfte mit Migrationshintergrund bei der Einstellung zu berücksichtigen.<<

Zais dazu: "Vor diesem Hintergrund fordere ich Innenminister Ulbig dazu auf, sich schleunigst einen Überblick über die Arbeits- und Ausbildungsmarktzugänge zu verschaffen. Außerdem erwarte ich, dass sich die Fachkräfteallianz von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) dieses Themas annimmt."

Bild: Petra Zais - gruene-fraktion-sachsen.de

Andreas Jahnel, Pressesprecher
Tel. 0351-493 48 11, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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