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GRÜNE: Arbeitnehmerrechte stärken

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GRÜNE: Arbeitnehmerrechte stärken Claudia Müller - gruene-mv.de
(BWP) Bezüglich der Forderung von Nordmetall und der DEHOGA MV längere, tägliche Arbeitszeiten zu erlauben, erklärt Claudia Müller; Landesvorsitzende: "Laut Arbeitgeberverbänden leidet Mecklenburg-Vorpommern unter dem Fachkräftemangel. Diesen Personalmangel aber durch längere Arbeitszeiten auffangen zu wollen geht völlig fehl. Nach wie vor führen geringere Löhne und familienunfreundliche Arbeitszeiten zu Problemen bei der Personalsuche. Hier müssen die Arbeitgeber umsteuern und familienfreundlichere Lösungen suchen, wenn sie attraktiver werden wollen. In diesem Sinne sollten Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer konstruktiv und auf Augenhöhe bei der konkreten Lösung des Arbeitkräftemangels mit einbeziehen und nicht den Gesetzgeber vorschieben. Wir fordern die Landesregierung im Interesse der Arbeitnehmer den Ideen von DEHOGA und Nordmetall eine Absage zu erteilen. Im Land sind nur eine Minderheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert, genauso wie die Mehrzahl der Unternehmen in den benannten Branchen nicht in den Arbeitgeberverbänden Mitglied ist. Eine Aufweichung der gesetzlichen Regelungen geht klar zu Lasten der Arbeitenden in diesen Betrieben. Die Landesregierung trägt eine Sorgfaltspflicht allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gegenüber."

Hintergrund:

Kellnerinnen und Kellner können bereits jetzt bis zu 60 Wochenstunden arbeiten, wenn ein Ausgleich mit kürzeren Einsatzzeiten möglich ist und der Durchschnitt von 48 Wochenstunden in einem sechsmonatigen Zeitraum nicht überschritten wird. Darüber hinaus darf eine Schicht länger als zehn Stunden dauern, sofern die Pausenzeiten eingehalten werden. Und auch die Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Einsätzen muss von Angestellten in der Gastronomie nicht eingehalten werden. Zudem sind flexiblere Arbeitszeitregelungen über Tarifverträge möglich, wenn sich die Tarifpartner einig sind. So sehen viele Tarifverträge die Einrichtung von Arbeitszeitkonten vor.

Quelle: gruene-mv.de

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