Pfingstferien

Die Pfingstferien sind historisch aus dem kirchlichen Pfingstfest entstanden. Am 49. Tag nach dem Ostersonntag haben die Gläubigen die Entsendung des Heiligen Geistes auf die Apostel nach dem Tod Jesu gefeiert, das Pfingstfest.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung der Pfingstferien

Aus diesem kirchlich wichtigen Fest entwickelten sich zunächst mit dem Pfingstmontag ein zusätzlicher Feiertag und später auch kurze Ferien. Die Pfingstferien fallen damit in den Zeitraum zwischen Mai und Juni, einer attraktiven Jahreszeit. Der Frühling ist nahezu abgeschlossen, es ist meist warm und die Natur erblüht. Die Hauptsaison hat dennoch nicht begonnen. Das ist eine schöne Ferienzeit. Viele, gerade junge Leute, nutzen diese Zeit für eine erste schnelle Reise an das Meer zur Eröffnung der Badesaison, zu einer Wanderung oder einer Biketour, einer Mountainbiketour in den Bergen oder zu einer Städtereise.

Pfingstferien in den Bundesländern

In einigen Regionen haben sich rund um das Pfingstfest folkloristische Traditionen und Bräuche entwickelt. Dazu gehören vielerorts auch Pfingstjugendzeltlager. Der Pfingstmontag ist in allen Bundesländern Feiertag. Ebenso ist es in europäischen Ländern wie Frankreich und Südtirol. Die Pfingstferien werden von den Bundesländern autonom festgelegt, jedoch gibt es immer Absprachen. Teilweise gibt es dazu Streit zwischen Landesregierungen, weil die Pfingstferien für das jeweilige Land spätere Sommerferien erfordern. So wünscht sich Nordrhein-Westfalen längere Pfingstferien, kommt aber dann mit Bayern und Baden-Württemberg in Kollision bei der Sommerferienplanung. Lehrerverbände möchten die Pfingstferien teils generell abschaffen, weil sie die Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen behindern. Keine Pfingstferien gibt es in den folgenden Bundesländern:

  • Brandenburg
  • Hessen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • In Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen jeweils nur ein Tag.

Typische Angebote in den Pfingstferien

Die Pfingstferien konzentrieren sich nach Angaben der Reiseveranstalter stark auf bestimmte Reiseziele, die einerseits echte Urlaubserlebnisse versprechen, andererseits aber nicht zu weit weg sind. Neben der Kurzreise ans Meer, in die Berge oder die Lieblingsstadt werden von manchen Schülern Sprachkurse in den Pfingstferien belegt, um so bevorstehende Prüfungen optimal vorzubereiten. Solche Kurse werden in attraktiver Ferienumgebung zum Beispiel in Italien, auf Malta und an der englischen Südküste angeboten. Unterkunft wird teilweise bei Gasteltern gewährt. Intensiver Unterricht wird mit Freizeit in Ferienziel kombiniert. In Deutschland gibt es knapp 100 Sprachreiseanbieter. Jährlich finden in Deutschland etwa 160.000 Sprachreisen statt. Bei den Schülern steht Englisch mit 91 % ganz oben auf dem Programm. Großbritannien und Malta sind für Schüler die am häufigsten für Sprachkurse angeflogenen Ziele. Im Übrigen sind Pfingsten die die beliebtesten Zielgebiete: 1. Balearen 2. Türkei 3. Deutschland 4. Italien 5. Griechenland 6. Kanaren 7. Österreich

Pfingstferien günstig buchen

Auch für die Pfingstferien gibt es einige Tricks, um an einen möglichst günstigen Reisepreis zu gelangen. Meiden Sie eher die Top-Ziele und suchen Sie alternative Zielgebiete aus. Falls es eine Flugreise sein soll, buchen Sie einen Abflug in einem Bundesland, das keine Pfingstferien hat. Hier werden Sie auf günstigere Flugpreise stoßen. Bei Flugpreisen können laut Untersuchungen der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in München die günstigsten Flugpreise bei Buchung am Montag und Donnerstagnachmittag und Abend gefunden werden. Am meisten lässt sich bei Buchung der Pfingstferien mit Lastminute-Angeboten sparen. Möchten Sie mit dem Kfz in ein Hotel verreisen, buchen Sie meist am günstigsten direkt beim Hotelier. Wer jedoch mit dem Kfz in die Pfingstferien reist, sollte unbedingt die Stauprognosen des ADAC beachten. Gerade bei kurzen Ferien ballt sich der Verkehr auf den Autobahnen. Mit Ausnahme des Sonntags sind an Pfingsten die meisten in den Süden führenden Routen stark belastet.

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