Flüchtlingen Ausbildungserlaubnisse nicht länger verweigern / Christine Kamm fordert schnelle und sachgerechte Bearbeitung der Anträge

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Flüchtlingen Ausbildungserlaubnisse nicht länger verweigern / Christine Kamm fordert schnelle und sachgerechte Bearbeitung der Anträge Christine Kamm - christine-kamm.de
(BWP) Zur Zwei-Jahres-Bilanz der Initiative „Integration durch Ausbildung und Arbeit“ erklärt die asyl- und integrationspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Christine Kamm: „Es ist den Unternehmen, Lehrkräften und Ehrenamtlichen zu verdanken, dass die Integration in Bayern gelingt. Denn die CSU-Ministerien und deren nachgeordnete Behörden sehen tatenlos zu, wie Ausländerbehörden jungen Menschen die Aufnahme einer Ausbildung verwehren – durch monatelange Nichtbearbeitung von Anträge oder rechtswidrige Ablehnungen. Auf der einen Seite stehen zahlreiche freie Azubistellen, auf der anderen Seite tröpfelt nur immer mal wieder eine Genehmigung. Wenn schon nicht die CSU-Regierung, informiert zumindest die Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern: Nur 1.635 von 4.242 Flüchtlinge haben 2017 eine Ausbildung begonnen, teilweise verspätet, zwei Dritteln wurde die Ausbildung bislang versagt. 231 wollen noch in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen, aber ein großer Teil der Flüchtlinge hat offenbar die Hoffnung auf Genehmigung des Ausbildungsvertrages aufgegeben.

Es ist ärgerlich und schäbig, sich dann noch selbst für seine Integrationsarbeit zu loben. Das haben die jungen Menschen, die sich den Hauptschulabschluss und die Ausbildungsreife erarbeitet haben, nicht verdient. Wir wollen eine schnelle und sachgerechte Bearbeitung der Ausbildungsanträge, also innerhalb von vier Wochen und bei Ablehnung mit schriftlicher Begründung.“

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

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