Gezielte Hilfe bei Lese- und Schreibschwächen am Arbeitsplatz

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Gezielte Hilfe bei Lese- und Schreibschwächen am Arbeitsplatz Anke Rehlinger - saarland.de - Dirk Guldner
(BWP) Lese- und Schreibschwierigkeiten von Mitarbeitern können auch dem Unternehmen Probleme machen, zum Beispiel wenn es um komplexe Arbeitsanweisungen, Sicherheitshinweise oder Qualitätskontrollen geht. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hat daher auf die Möglichkeiten zur Qualifizierung von Beschäftigten mit Lese- und Schreibschwierigkeiten hingewiesen: „Wir können nach aktuellen Erhebungen davon ausgehen, dass im Saarland mehr als 50.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildende vom so genannten funktionalen Analphabetismus betroffen sind. Durch arbeitsplatzorientierte Kompetenzentwicklung lassen sich Verbesserungen erreichen, die dann auch den Betriebsabläufen zugute kommen.“

Rehlinger: „Wir wollen die Lücke zwischen Grundbildung und berufsbezogenen Kompetenzen schließen, das eröffnet neue Chancen. Das ESF-Projekt ‚Kompetenz.Lernen.Arbeit‘ leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Bis 2020 stehen dafür rund 1,5 Mio. Euro EU-Mittel zur Verfügung.“ Hinter dem Projekt steht der Landesverband der Volkshochschulen in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Saar und dem Verein „Arbeit und Leben", der vom DGB und den Volkshochschulen getragen wird. Gefördert wird die Weiterbildung vom Wirtschaftsministerium sowie dem Bildungsministerium.

Ziel ist es, Beschäftigte und Auszubildende mit arbeitsplatzorientierten Unterrichtsmodulen sowie speziellen Lern- und Unterstützungsangeboten zu unterstützen. Zur Zielgruppe gehören insbesondere Beschäftigte, deren berufliche Weiterentwicklung aufgrund ihres funktionalen Analphabetismus gefährdet ist. „Profitieren können zudem Auszubildende, die zwar fachlich gut sind, jedoch bei den schriftlichen Anforderungen in der Berufsschule Nachholbedarf haben“, so Bildungsminister Ulrich Commerçon. Ferner können Jugendliche mit einer Einstiegsqualifizierung (EQJ, Förderung durch die Agentur für Arbeit) wesentlich leichter und erfolgreicher in den Beruf starten.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird volle Vertraulichkeit zugesichert. Der Unterricht findet im Unternehmen oder in einem der zehn saarländischen Grundbildungszentren statt. Die Kurse sind für Unternehmen und Teilnehmer kostenlos.

Wolfgang Kerkhoff
Pressesprecher und stellvertretender Regierungssprecher
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