Bayernweite ‚Woche der Aus- und Weiterbildung' gestartet / Die berufliche Aus- und Weiterbildung ist ein Karrieresprungbrett

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Bayernweite ‚Woche der Aus- und Weiterbildung' gestartet / Die berufliche Aus- und Weiterbildung ist ein Karrieresprungbrett Ilse Aigner - stmwi.bayern.de
(BWP) Die Allianz für starke Berufsbildung in Bayern startet heute die ‚Woche der Aus- und Weiterbildung‘. Von 19. bis 27. Februar finden insgesamt 220 Veranstaltungen in 64 bayerischen Städten statt. Den Auftakt bilden 15 Podiumsdiskussionen in ganz Bayern mit Bayerns stellvertretenden Ministerpräsidentin Ilse Aigner und Mitgliedern der Bayerischen Staatsregierung sowie Vertretern aus der Wirtschaft und den bayerischen Arbeitsagenturen. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung können sich Eltern und Jugendliche über rund 330 Ausbildungsberufe informieren, mit Azubis ins Gespräch kommen und potenzielle Arbeitgeber kennenlernen.
 
An den folgenden Tagen finden bayernweit weitere Veranstaltungen statt: Berufsschulen laden zum Tag der offenen Tür, Betriebe öffnen ihre Werkstätten oder laden zum Schnuppertag und zahlreiche Informationsveranstaltungen bieten einen Einblick in bestimmte Berufsfelder. Am 22. Februar, dem ,Bayerischen Tag der Ausbildung‘, besuchen die Staatsministerinnen Emilia Müller und Ilse Aigner sowie die Staatssekretäre Johannes Hintersberger und Franz Josef Pschierer Bildungseinrichtungen und Betriebe im Freistaat.
 
Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Die berufliche Bildung bietet jungen Menschen Karrierechancen, die einem Studienabschluss in nichts nachstehen. Wer einen Beruf von Grund auf erlernt und sich ständig weiterbildet, ist für die Zukunft bestens gerüstet. Mit der Woche der Aus- und Weiterbildung zeigen wir, wie viele spannende Ausbildungsberufe es gibt und welche Möglichkeiten sich bieten. Das Thema Ausbildung hat aber auch eine wirtschaftspolitische Dimension: Schon jetzt fehlen uns rund 110.000 beruflich qualifizierte Fachkräfte. Deswegen müssen wir jetzt für die Attraktivität der beruflichen Aus- und Weiterbildung werben.“
 
Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller: „Aus- und Weiterbildung sind nicht nur die Basis für ein unabhängiges Leben. Sie sind auch heute noch die beste Absicherung gegen Arbeitslosigkeit. Angesichts der Digitalisierung der Arbeitswelt werden Qualifizierung und lebenslanges Lernen wichtiger denn je. Denn eine einmal erworbene Qualifikation trägt schon lange nicht mehr durch das gesamte Berufsleben. Wir setzen daher gleichermaßen auf eine frühzeitige und gute Berufsvorbereitung wie auf kontinuierliche Weiterbildungen.“
 
Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle betont die Bedeutung der dualen Berufsausbildung: „Die Vielfalt der Bildungswege in Bayern ist sehr groß. Veranstaltungen wie die ‚Woche der Ausbildung‘ helfen jungen Menschen dabei, Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu gewinnen, berufliche Einstiegs- und Aufstiegsoptionen abzuwägen und Kontakte zu künftigen Arbeitgebern zu knüpfen. Die duale Berufsausbildung findet weltweit große Anerkennung. Sie gilt als wichtige Ursache für eine hohe Ausbildungs- und Beschäftigungsquote unter den Jugendlichen in Deutschland und ist schon deshalb ein Exportschlager. Ziel aller Anstrengungen muss es immer sein, dass junge Menschen eine qualitätsvolle Ausbildung durchlaufen und dadurch ihren Lebensweg erfolgreich fortsetzen können. Das ist Bildungserfolg. Mein Dank gilt auch den Unternehmen.“
 
Der Präsident des Bayerischen Handwerkstags (BHT) Georg Schlagbauer macht deutlich, dass nach einer Ausbildung im Handwerk viele Karrierewege als Fach- oder Führungskraft offen stehen, mit einer erfolgreichen Fort- und Weiterbildung wie der zum Servicetechniker, zum Fachwirt oder zum Meister und Betriebswirt etwa. Schlagbauer: „Der Meister zielt auf eine Selbstständigkeit ab, egal ob es um die Neugründung oder die Übernahme einer der vielen Tausend Betriebe geht. Über das Einkommen so mancher Akademiker können viele Handwerksmeister wahrscheinlich nur schmunzeln.“
 
Dr. Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK): "Mit der ‚Woche der Ausbildung‘ stärken wir der Ausbildung in unseren bayerischen Unternehmen den Rücken und machen die enorme Leistungsfähigkeit der knapp 31.000 bayerischen Ausbildungsbetriebe in Industrie, Handel und Dienstleistungen sichtbar. In der Berufsorientierung müssen die hervorragenden Karrierechancen durch eine Ausbildung wieder mehr Stellenwert bekommen, wir brauchen nicht noch mehr Studienabbrecher."
 
Alfred Gaffal, Präsident der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., erklärte: „Die berufliche Qualifikation ist ein zentraler Pfeiler der Fachkräftesicherung. Die zentrale Rolle spielt hierbei die duale Ausbildung, da viele der zukünftigen Fach- und Führungskräfte unserer Unternehmen in diesem System ausgebildet werden. Die Vermittlung der beruflichen Kompetenz und die strukturelle Anlage der dualen Ausbildung verbindet das Lernen im Betrieb sowie in der Berufsschule auf vorbildliche Weise und passt sich flexibel an die sich wandelnden Arbeitsmarkterfordernisse an.“
 
„Angesichts der Vielzahl von Studiengängen geraten leider viele spannende Ausbildungsberufe aus dem Blickfeld. In vielen Fällen erweist sich aber gerade ein Karrierepfad getreu dem Motto ‚Meister statt Master‘ als erfolgsträchtiger als eine Hochschulausbildung. Die Berufsberatung berät Jugendliche neutral, individuell und talentorientiert während der Woche der Ausbildung und darüber hinaus, damit zum Start in das Berufsleben die richtigen Weichen gestellt werden“, erklärt Dr. Markus Schmitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.
 
Allianz für starke Berufsbildung in Bayern
 
Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, der Bayerische Handwerkstag, der Bayerische Industrie- und Handelskammertag, die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit haben 2014 die Allianz für starke Berufsbildung in Bayern geschlossen. Ziel ist die Stärkung und Förderung der Berufsbildung in Bayern.
 
Quelle: stmwi.bayern.de

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