Christliche Feiertage

In Deutschland gibt es eine Vielzahl an christlicher Feiertage, die entweder nur in der Kirche gefeiert werden oder auch gesetzlich geschützt sind. Wir zeigen Ihnen welche christlichen Feiertage in Deutschland zelebriert werden.

Inhaltsverzeichnis

Die Ursprünge

Die religiösen Feiertage der Kirche entstanden durch die Heilsgeschichte Jesu Christi und bringen viele traditionelle Bräuche mit sich, die sich über die Jahre kaum verändert haben. Die Anzahl und die Reihenfolge der christlichen Feiertage stimmen zwischen der Westkirche und der orthodoxen Kirche weitestgehend überein. Doch bei den Kalenderdaten der einzelnen Feiertage gibt es Unterschiede zwischen den Kirchen.

Wann finden christliche Feiertage statt?

Jedes Bundesland in Deutschland entscheidet für sich welche religiösen Feiertage es gesetzlich verankern möchte. So werden in Bayern 16 christliche Feiertage und in Niedersachsen nur neun kirchliche Feiertage gefeiert. Dies ist ein Resultat der unterschiedlichen Anzahl von katholischen und protestantischen Feiertagen. So ist der Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Dezember nur in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag. Einige christliche Feiertage wie Ostern und Pfingsten variieren jedes Kalenderjahr, da sie vom ersten Frühjahrsmond im Jahr abhängig sind.

Aufzählung der christlichen Feiertage

Am 1. Januar findet der erste kirchliche Feiertag, das Neujahr statt. Am 6. Januar feiert die Kirche die Heiligen Drei Könige. 40 Tage vor Ostern ist der Aschermittwoch und eine 40-tägige Fastenzeit zur Erinnerung an Jesu, der ebenfalls 40 Tage in der Wüste fastete, wird begonnen. Der Palmsonntag, eine Woche vor dem Ostermontag, ist der letzte Fastentag. Der Palmsonntag läutet die Karwoche ein und eine Feier zum Einzug Jesu in Jerusalem findet an diesem Tag statt. Der Gründonnerstag, der Donnerstag vor Ostern, stellt das letzte Abendmahl Jesu mit seinen zwölf Aposteln dar. An diesem Tag wurde Jesu von Judas verraten. Am Karfreitag, den Freitag vor Ostern, wird an die Verhaftung, Verurteilung und Kreuzigung Jesu gedacht. Dieser Tag symbolisiert einen der höchsten katholischen Feiertage. Am Ostersonntag feiern die Christen die Auferstehung Christi. Am Sonntag nach Ostern findet die katholische Erstkommunion statt. 40 Tage nach Ostern feiern die Christen Christ Himmelfahrt. Dieser Tag stellt die Rückkehr als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel dar. 50 Tage nach Ostern feiern die Christen Pfingstsonntag. Am Pfingstsonntag und Pfingstmontag gedenken der Entsendung des Heiligen Geist an die Apostel und feiern die Geburtsstunde der Kirche. 60 Tage nach Ostern findet Fronleichnam statt, bei dem die leibliche Gegenwart von Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. Maria Himmelfahrt findet alljährlich am 15. August dar und stellt die Aufnahme der Mutter Gottes in den Himmel dar. Am 1. Oktober wird das Erntedankfest zelebriert. Der Reformationstag findet am 31. Oktober statt. Der 1. November ist Allerheiligen und der 2. November im Allerseelen. Martinstag wird am 11. November gefeiert. Buß-und Bettag feiern die Christen am Mittwoch vor dem Totensonntag. Der Totensonntag findet immer eine Woche vor dem ersten Advent statt. An den vier Sonntagen vor Ostern wird Advent zelebriert. Der 25. Dezember ist Weihnachten und die Christen feiern die Geburt Christi. Am 26. Dezember findet der zweite Weihnachtsfeiertag statt.

Die Bedeutung von christlichen Feiertagen

Der Großteil der Feiertage in Deutschland sind christlichen Ursprungs. Die christlichen Feiertage in Deutschland beinhalten die Hochfeste der Christen und haben einen hohen Stellenwert für die gläubigen Christen. Ein Großteil der christlichen Feiertage sind kirchliche und gesetzliche Feiertage, einige Feiertage wie der Ostersonntag sind jedoch nicht im deutschen Gesetz verankert. Bisher gibt es in Deutschland neben den christlichen Feiertagen keine anderen religiösen Feiertage die gesetzlich geschützt sind.

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