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XI. Polnisch-Sächsisches Wirtschaftsforum / Staatssekretär Mangold: „Sachsen und Niederschlesien haben gute Chancen, sich als gemeinsamer Wirtschaftsraum zu profilieren“

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(BWP) Der Freistaat Sachsen und die Wojewodschaft Niederschlesien wollen im Bereich der IT-Wirtschaft und bei der Digitalisierung enger zusammenarbeiten. Beim 11. Polnisch-Sächsischen Wirtschaftsforum, am Mittwoch und Donnerstag in Dresden, werden Hartmut Mangold, Staatssekretär für Wirtschaft und Verkehr, und der polnische Vizemarschall Andrzej Kosiór, gemeinsam mit polnischen und sächsischen Unternehmern, Wissenschaftlern und Politikern über Kooperationsmöglichkeiten in diesen Bereichen diskutieren.

"Wenn wir unsere jeweiligen Stärken bündeln, Erfahrungen austauschen und gute Lösungen übertragen, ist das ein klarer Vorteil im internationalen Standortwettbewerb. Sachsen und Niederschlesien haben gute Chancen, sich als gemeinsamer Wirtschaftsraum zu profilieren", unterstreicht Hartmut Mangold.

Sachsen und Niederschlesien stehen derzeit im Zuge der digitalen Revolution vor ähnlichen Herausforderungen: beiderseits der Grenzen müssen die Voraussetzungen zur weiteren Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft geschaffen werden.

Insbesondere innovative klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) der IT-Wirtschaft soll das Wirtschaftsforum eine Plattform bieten, um sich über geplante IT-Projekte zu informieren, neue Geschäftskontakte zu knüpfen sowie mehr über die aktuellen Schwerpunkte ihrer potentiellen Partner zu erfahren. Dafür sind am Nachmittag Zeitfenster für Projekt- und Technologiepräsentationen sowie ein Speed-Dating eingeplant.

„Die Digitalisierung erfasst alle Lebensbereiche, wie beispielsweise die Wirtschaft, die Verwaltung oder den Verkehr. Der digitale Wandel ist ein zentrales Thema unserer Zeit. Die Rahmenbedingungen dafür können aber nicht regional, sondern müssen mindestens auf europäischer Ebene geschaffen werden. Voraussetzung für eine breite Digitalisierung ist das Vertrauen in einen sicheren Umgang mit Daten. Der Freistaat Sachsen wird sich aktiv in entsprechende Abstimmungsprozesse einbringen. Wir sind natürlich sehr an einem Austausch mit unseren polnischen Nachbarn interessiert“, betont Mangold. “ Wer bei der Digitalisierung den Zug verpasst, wird den Sprung in die digitale Welt nur schwerlich schaffen. Um erfolgreich zu sein, muss vor allem die digitale Infrastruktur weiterentwickelt und in den Breitbandausbau investiert werden.“

Der Freistaat Sachsen stellt über 300 Millionen Euro für den Aufbau einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur zur Verfügung. Das Ziel einer flächendeckenden Breitbandversorgung mit mindestens 50 Mbit/s bis zum Jahr 2018 kann dabei nur ein Zwischenschritt sein. Künftige Bedarfe liegen weit jenseits der 100 Mbit/s.

Hintergrund:
Das sächsische Außenhandelsvolumen mit Polen betrug im Jahr 2014 fast 3,34 Milliarden Euro. Gegenüber 2013 stiegen die Ausfuhren nach Polen um fast 17 Prozent und die Importe um knapp 14 Prozent. Das stetige Wachstum schlägt sich auch im 1. Halbjahr 2015 nieder. Polen rückt in den "Top Ten" sowohl als Ausfuhrpartner und als auch Einfuhrpartner für Sachsen weiter nach vorn, nämlich auf die Plätze 5 und 2.

Das Polnisch-Sächsische Wirtschaftsforum wird von der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH im Auftrag des SMWA durchgeführt. Es findet im jährlichen Wechsel in Polen oder Sachsen statt. Das erste Forum tagte im Jahr 2004 in Dresden.

Quelle: medienservice.sachsen.de

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