Tagungshotels und Eventlocations

Sodann / Hellmann: Personalabbau bei Personalmanufaktur ist Irrweg – maschinell bedrucktes Porzellan schwächt Marke

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Sodann / Hellmann: Personalabbau bei Personalmanufaktur ist Irrweg – maschinell bedrucktes Porzellan schwächt Marke Franz Sodann - franzsodann.de
(BWP) Zur neuen Unternehmensstrategie der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen erklären Franz Sodann, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, und der Meißner Kommunalpolitiker der LINKEN, Tilo Hellmann: „Wir unterstützen die Ankündigung der Geschäftsführung der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen, sich zukünftig wieder stärker auf die Kernkompetenz, die Herstellung handwerklich und künstlerisch bemalten Porzellans zu konzentrieren. Es ist schade aber symptomatisch für Sachsen, dass wir erst vor einem sprichwörtlichen Scherbenhaufen stehen müssen, bevor ein Umdenken stattfindet. Kritisch sehen wir die Äußerung zum geplanten Personalabbau. Auch wenn es nicht zu Entlassungen kommen soll, so darf in der Manufaktur nicht der gleiche Fehler gemacht werden, den die Staatsregierung bei ihrer fatalen Personalpolitik im Land begangen hat. Es darf nicht passieren, dass talentierte und hochkarätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgebildet werden, ihnen aber im Anschluss keine berufliche Perspektive in der Manufaktur geboten werden kann. In vielen Bereichen in Sachsen hat dieses vom Finanzminister initiierte Spardiktat dazu geführt, dass wir nun  nicht mehr wissen, wie Altersabgänge kompensiert werden sollen. Es muss also zukünftig auch jungen Menschen möglich sein, ihren beruflichen Werdegang an der Manufaktur zu ordentlichen Konditionen fortzuführen.
 
Ein weiterer kritischer Punkt ist die geforderte Effektivierung der Produktion. Kunst und Kunsthandwerk können nicht unter Effektivitätsdruck stehen. Die Abläufe in der Manufaktur sind seit Jahrhunderten erprobt. Dieser Ruf nach Effizienz verleitet nur zum Irrweg der Herstellung maschinell bedruckten Porzellans. Low-Budget-Serien schwächen aber auf lange Sicht die Marke Meißen. Es ist nun keine Zeit für Experimente. Diese haben erst zu der Situation geführt, die wir haben. Wir unterstützen alle Vorhaben, die langfristig den künstlerischen Wert der Meißener Produkte sowie die Arbeitsplätze am Standort Meißen sichern.“
 
Quelle: Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesWirtschaftsPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.