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Pellmann: Anstieg der Zahl arbeitender Rentner/innen in Sachsen Ausdruck zunehmender Altersarmut

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(BWP) Zur Antwort der Staatsregierung auf die Kleine Anfrage „Arbeitstätigkeit von Rentnerinnen und Rentnern in Sachsen 2013“ (Landtagsdrucksache 5/14658) erklärt der Fragesteller und sozialpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE Dr. Dietmar Pellmann:

Ende 2013 gingen in Sachsen insgesamt 41.613 Personen im Alter von über 65 Jahren offiziell einer Arbeitstätigkeit nach. Das waren 17 Prozent mehr als zum gleichen Zeitraum des Jahres 2010. Während der Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um  32 Prozent auf 6.959 offensichtlich auf die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters 67 zurückzuführen ist, sieht es bei den geringfügig Beschäftigten anders aus.

Die meisten der 34.654 über 65-Jährigen mit einem Minijob erhielten eine so niedrige Rente, so dass sie diese aufbessern mussten, um ihre Existenz wenigstens einigermaßen zu sichern. Viele von ihnen scheuten wohl auch die Hürden der Beantragung von Altersgrundsicherung, weil sie befürchteten, ihre Kinder durch eventuelle Vermögensprüfungen und Rückforderungen der Sozialämter zu belasten.

Für DIE LINKE ist der Anstieg der Zahl arbeitender Altersrentner Ausweis zunehmender Altersarmut und keineswegs so zu interpretieren, dass die Betreffenden lediglich der Alterseinsamkeit entgehen wollen. Für uns ist der finanziell gesicherte Altersruhestand nach einem arbeitsreichen Leben ein unverrückbares Menschenrecht, das nicht angetastet werden darf. Deshalb halten wir auch die  schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre für einen Kardinalfehler der dringend korrigiert werden muss. Gleiches gilt für die zahlreichen seit dem Jahr 2000 eingeführten Dämpfungsfaktoren, die zu einer erheblichen Senkung des Rentenniveaus geführt haben.

Marcel Braumann
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag
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