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Neuhaus-Wartenberg: Bild vom fremdenfeindlichen Osten macht Sachsen unattraktiv – die Wirtschaft hat den Schaden

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Neuhaus-Wartenberg: Bild vom fremdenfeindlichen Osten macht Sachsen unattraktiv – die Wirtschaft hat den Schaden Luise Neuhaus Wartenberg - linksfraktionsachsen.de
(BWP) Immer wieder berichten Akteure der sächsischen Wirtschaft darüber, dass potentielle ArbeitnehmerInnen nicht nach Ostdeutschland ziehen wollen. Der Spiegel schildert aktuell, wie fest das Bild vom fremdenfeindlichen Osten in den Köpfen sitzt und wie es auf Dauer der Wirtschaft schaden wird. Luise Neuhaus-Wartenberg, Sprecherin der Linksfraktion für Mittelstand, Handwerk und Tourismus, erklärt dazu: Es ist traurig, aber keineswegs verwunderlich, dass namhafte Akteure der ostdeutschen und sächsischen Wirtschaft Alarm schlagen müssen. Das kontinuierliche Kaputt-Sparen der Infrastruktur, die Kürzungen im kulturellen Bereich gerade auf dem Land oder das bewusste Aussterben von Bildungsangeboten sind gravierende Punkte, die Menschen davon abhalten, nach Sachsen zu ziehen. Nicht zuletzt das jahrelange Werben der CDU-geführten Staatsregierungen für das Niedriglohnland Sachsen macht es den Unternehmen schwer, Fachkräfte anzuwerben.

Warum sollten gut ausgebildete Menschen nach Sachsen ziehen, wenn neben einem attraktiven Einkommen vielerorts auch die kulturellen Angebote fehlen?

Dazu kommt die äußere Wahrnehmung des Freistaates. Wir wissen seit geraumer Zeit um die tiefe Verankerung von Fremdenfeindlichkeit und rassistischen Tendenzen im ostdeutschen und insbesondere im sächsischen Raum. Nur wird und wurde diese Gefahr durch die Staatsregierung strikt ignoriert, klein geredet und eher noch diejenigen kriminalisiert und verteufelt, die sich tatsächlich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzen. In dieser gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Lage des Freistaates fürchten gut ausgebildete Menschen aus anderen Regionen der Welt hier um ihre Sicherheit. Weshalb sollten sie sich hier eine neue Heimat suchen? Es ist eben auch ein Standortmerkmal, ob sich eine Gesellschaft kulturell, sozial und religiös offen präsentiert oder ob Ausgrenzung dominiert.

Natürlich reden wir in diesem Zusammenhang von einem Eindruck verschiedener Akteure. Wenn sich die Ostbeauftragte der Bundesregierung aber schon vor Veröffentlichung ihres Berichts in ähnlicher Form äußert, sollte man anfangen, sich Gedanken zu machen. Fest steht nur schon jetzt, dass von dieser Staatsregierung keinerlei Umdenken zu erwarten ist.

Quelle: linksfraktionsachsen.de

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