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Gebhardt: Mit Lohndumping-Lob und Leuchtturm-Fixierung kommt Sachsen auch in 50 Jahren nicht auf 100 Prozent West

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(BWP) Zu Berichten über die stockende wirtschaftliche Annäherung Ostdeutschlands an die alten Bundesländer und die Niedriglohn-Politik im Freistaat Sachsen erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Sachsens von der CDU geführte Staatsregierung ist in punkto wirtschaftspolitische Strategie gleich in doppelter Hinsicht auf dem Holzweg:

Wer Niedriglöhne als „attraktive Arbeitskosten“ schönredet und die weit unterdurchschnittliche Bezahlung sächsischer Beschäftigter als „wettbewerbsfähiges Lohnniveau“ hochjubelt, wie das die Wirtschaftsförderung Sachsen immer noch tut (siehe „Freie Presse“ vom 12.7., „Sachsen wirbt mit niedrigen Löhnen“), verschärft den Fachkräftemangel. Denn viele gut qualifizierte junge Leute werden dorthin ziehen, wo ihnen ein attraktives Einkommen geboten wird.  

Wer weiter vorrangig auf „Leuchttürme“ setzt, wie die hierzulande seit 24 Jahren regierende Wirtschaftspolitik, egal wer unter der CDU-Regierungsregie das entsprechende Fachressort verwalten darf, geht in die falsche Richtung. Das machte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) jetzt deutlich: Dass die Wirtschaftskraft im Osten auch 25 Jahre nach dem Mauerfall erst 71 Prozent des Westniveaus erreicht hat, liege auch daran, dass zu lange auf Leuchttürme gesetzt wurde.

Was in den neunziger Jahren unter Kurt Biedenkopf richtig gewesen sein mag, ist heute falsch. Wir müssen Sachsen weiterdenken. Heute müssen der Mittelstand und die Regionen im Förder-Mittelpunkt stehen – gerade auch mit dem Ziel, langfristig attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Es geht darum, dass gleichwertige Lebensbedingungen überall in Sachsen herrschen – und Regionen wie die Lausitz oder das Vogtland wieder zu Zuzugsgebieten werden. 

Kontakt:
Marcel Braumann
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
Tel.: (0351) 493 5823
Fax: (0351) 496 0384
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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