CDU-Wirtschaftsexperte: „Anhörung zur Leiharbeit bestätigt Irrweg der Linken“

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(BWP) Zur Anhörung im „Landtagsausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr“ zum Antrag der Fraktion LINKE „Leiharbeit begrenzen“ (Drs.  6/1097) erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Frank Heidan:

„In der Anhörung wurde deutlich, dass der Angriff der Linken auf das Instrument der Zeitarbeit weder gerechtfertigt noch sinnvoll ist. Durch die Möglichkeit der Leiharbeit, geregelt im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz,  können Arbeitnehmer den Einstieg in den Arbeitsmarkt finden. Leiharbeit ist zu annähernd 100 Prozent tariflich geregelt und sie dient als Brücke in dauerhafte Beschäftigung. Fast zwei Drittel der Zeitarbeitskräfte hatten zuvor keine Beschäftigung.

Die Statistik zeigt eine Steigerung der Industriearbeitsplätze in Sachsen von 218.000 im Jahr 2005 auf mittlerweile 272.000 – ein eindeutiger Beleg dafür, dass Zeitarbeit keine regulären Arbeitsplätze verdrängt.  62 Prozent der Gesamtwirtschaft in Südwestsachsen und davon 60 Prozent der Industrie nutzen die Leiharbeit, um kurzfristige Personalausfälle sowie Produktions- und Auftragsschwankungen auszugleichen. Bei 80 Prozent der Unternehmen beträgt die übliche Entleihdauer bis maximal neun Monate. Nur sechs Prozent der Unternehmen benötigen die Arbeitskräfte im Schnitt länger als 18 Monate. Da in der Arbeitnehmerüberlassung auch vergleichsweise viele Tätigkeiten mit niedrigem Anforderungsniveau nachfragt werden, bieten sie auch Beschäftigungsperspektiven für Arbeitssuchende mit geringerem Qualifikationsniveau oder mit nicht mehr aktuellen fachspezifischen Kenntnissen.

Weitere gesetzliche Regulierungen  in dieser Branche sind unnötig und würden die Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Wirtschaft ohne Not einschränken. Es ist erwiesen, das durch die Zeitarbeit die Arbeitnehmer den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt schneller schaffen können. Deshalb werden wir den Antrag ablehnen.“

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Alexander Krauß ergänzt: „Klar ist natürlich auch: Leiharbeit darf nicht missbraucht werden, sondern soll in erster Linie Auftragsspitzen abdecken.“

Andreas Kunze-Gubsch
Pressesprecher
CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages
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