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Brünler: Bei Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit kann sich Sachsen an Thüringen ein Beispiel nehmen / Anhörung-Resultate

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(BWP) Zur Anhörung des Antrages „Neue Perspektiven für Langzeitarbeitslose im Freistaat Sachsen“ (Parlaments-Drucksache 6/2075) der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr erklärt der Sprecher für Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der Linksfraktion Nico Brünler:

Die Mehrzahl der zur Anhörung anwesenden Experten forderte wie DIE LINKE einen dauerhaften öffentlich geförderten Beschäftigungssektor, insbesondere um Langzeitarbeitslosen und trotz Teilnahme an zahlreichen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen schwer auf dem ersten Arbeitsmarkt vermittelbaren Menschen eine soziale Perspektive bieten zu können.

Trotz positiver gesamtwirtschaftlicher Lage und sinkender allgemeiner Arbeitslosigkeit ist in Sachsen eine konstant hohe Zahl von Personen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen – Ende Oktober: 65.662 Menschen – und profitiert nicht von der konjunkturellen Entwicklung. Rund die Hälfte der Betroffenen ist 50 Jahre und älter. Hinzu kommt, dass der Anteil von Langzeitarbeitslosen an der Gesamtzahl der Erwerbslosen mit über 41 Prozent in Sachsen einen Spitzenwert einnimmt und deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt liegt.

Im Gegensatz zu Sachsen, welches in der Arbeitsmarktpolitik schlicht europäische und Bundesmittel durchreicht, geht das Nachbarland Thüringen andere Wege und nimmt mehrere Millionen Euro eigener Mittel in die Hand, um erfolgreich der sozialen Ausgrenzung von Menschen zu begegnen. Dazu gehört auch die gezielte Förderung eines zweiten Arbeitsmarktes und öffentlich geförderter Beschäftigung. Ein Schritt, den die Fraktion DIE LINKE seit Jahren auch in Sachsen fordert!

Marcel Braumann
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
Tel.: (0351) 493 5823
Fax: (0351) 496 0384
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