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Agrarminister Meyer: Wir müssen Sortenvielfalt erhalten / „Weinberger Schloßkipfler“ ist die Kartoffel des Jahres

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Agrarminister Meyer: Wir müssen Sortenvielfalt erhalten / „Weinberger Schloßkipfler“ ist die Kartoffel des Jahres Christian Meyer - christian-meyer-gruene.de
(BWP) Geformt wie ein Hörnchen, speckiges Aroma, mild-würzig im Geschmack, außergewöhnlicher Name: Die „Weinberger Schloßkipfler“ ist Kartoffel des Jahres 2017, hat heute (Mittwoch) Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin mitgeteilt. Vergeben wird die Auszeichnung von der „Arbeitsgemeinschaft Kartoffel des Jahres“, mittlerweile bereits zum zwölften Mal.
 
Die aus Österreich stammende Sorte wurde bereits 1962 zugelassen und hat neben der bemerkenswerten Bezeichnung eines gemeinsam mit den ausgewählten Kartoffeln der Vorjahre – egal, ob sie nun „Blauer Schwede“, „Bamberger Hörnchen“, „Heideniere“ oder „Rosa Tannenzapfen“ heißen: Es handelt sich oft um alte, kaum noch bekannte Sorten. Agrarminister Meyer: „Diese Auszeichnung ist zugleich ein Appell. Für Biodiversität, für den Erhalt einer genetischen Vielfalt und eines breiten Sortenspektrums.“ Es sei bedauerlich, „dass in den Supermärkten nach der Devise ,Schmalhans ist Küchenmeister‘ verfahren und nur ein spärliches Sortiment von einem Dutzend Kartoffelsorten angeboten wird“. Meyer: „Dabei gibt es in Deutschland nahezu 200 zugelassene Sorten, weltweit sogar mehr als 5.000. Diese bunte Auswahl müssen wir erhalten.“
 
„Gerade Niedersachsen hat auf diesem Feld eine hohe Verantwortung“, so Meyer. Denn das Bundesland sei deutschlandweit „Kartoffelland Nummer eins“. Ein Blick in die Statistik zeigt: Fast die Hälfte aller in Deutschland erzeugten Kartoffeln stammen aus Niedersachsen, dort angebaut auf mehr als 100.000 Hektar. Im bundesweiten Vergleich weist Niedersachsen mit etwa 500 Dezitonnen pro Hektar die höchsten Flächenerträge auf. Und: Von bundesweit 8.800 Hektar Bio-Kartoffeln befinden sich mehr als 2.000 Hektar in Niedersachsen.  
 
Meyer lobte die „tolle Knolle“ noch in anderer Hinsicht: Heimisch nicht nur auf dem Acker, sondern auch im Garten, wertvolle Ballast- und Inhaltsstoffe, viel Kalium und Vitamine, „sogar mehr als in Äpfeln oder Birnen“. Wie schmackhaft die „Weinberger Schloßkipfler“ ist, zeigte auf der Grünen Woche Bio-Spitzenkoch Bernd Trum. Probieren durfte übrigens nicht nur der Agrarminister, sondern auch Heidekartoffelkönigin Julia.

Quelle: ml.niedersachsen.de

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