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Wirtschaft im Ostseeraum / Glawe: Chancen der Region stärker nutzen

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(BWP) Wirtschaftsminister Glawe hat auf einem Fachseminar in der Universität Greifswald für den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen der Anrainerstaaten im Ostseeraum geworben. „Die Ostseeregion ist eine dynamische und schnell wachsende Wirtschaftsregion. Die besondere Lage unseres Landes im Ostseeraum mit engen Verbindungen zu den Metropolregionen Hamburg, Berlin, Malmö/Kopenhagen und Stettin ist ein Standortvorteil für unser Land. Chancen liegen unter anderem im Tourismus und in der Gesundheitswirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Freitag vor Ort.

Ein Viertel aller Ausfuhren aus MV gehen in Ostseeraum

Das Gesamtvolumen des Außenhandels MV mit den acht Ländern im Ostseeraum (Polen, Dänemark, Russland, Finnland, Schweden, Litauen, Estland, Lettland) betrug im vergangenen Jahr 3,8 Milliarden Euro. „Dies entspricht einem Anteil von 33 Prozent am gesamten Außenhandel des Landes. Vor allem im Export können wir noch zulegen und neue Absatzmärkte erschließen“, so Glawe weiter. Knapp ein Viertel (24,3 Prozent/1,7 Milliarden Euro) aller Ausfuhren Mecklenburg-Vorpommerns gingen in den Ostseeraum. Knapp die Hälfte (47 Prozent/2,1 Milliarden Euro) aller Einfuhren nach MV kamen aus den Ostseeanrainerstaaten. Die wichtigsten Handelspartner im Ostseeraum sind Polen mit einem Außenhandelsvolumen von 1,2 Milliarden Euro, Dänemark mit 1,0 Milliarden Euro und Russland mit 0,6 Milliarden Euro.

Unternehmen aus Ostseeraum in MV

„Ziel der Wirtschaftspolitik ist deshalb weiterhin für Neuansiedlungen und Erweiterung von Unternehmen – auch aus der Ostseeregion – zu werben, so dass mehr Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe entstehen“. In den vergangenen Jahren konnte eine Reihe von Unternehmen aus dem Ostseeraum für unser Land gewonnen werden, z. B. die Darguner Brauerei: Tochtergesellschaft der dänischen Harboes Bryggeri A/S mit Hauptsitz in Skælskør, die NETTO ApS & Co. KG in Stavenhagen: Muttergesellschaft mit Sitz in Koge/Dänemark, Arla Foods GmbH, Niederlassung Upahl (Arla Hansa Milch eG): 2011 fusionierte das Unternehmen Hansa-Milch eG mit der dänisch-schwedischen „Arla Foods amba“ und ist heute ein Tochterunternehmen der „Arla Foods GmbH“ oder Ilim Nordic Timber Wismar: Zentrale Ilim Timber Industry in St. Petersburg.

Gesundheitswirtschaft weiter ausbauen

Wenn es um die Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft geht, wird der Blick vor allem auch auf unmittelbare Nachbarn gerichtet. „Wir verfügen in Mecklenburg-Vorpommern durchaus über exportfähige Produkte und Leistungen im Bereich der Gesundheitswirtschaft. Diese Exportfähigkeit gilt es weiter herauszuheben. Wir wissen auch: Dafür braucht man einen langen Atem. Denn die Erfahrungen haben gezeigt, das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen muss wachsen“, betonte Glawe. „Die Branche der Gesundheitswirtschaft kann ihr Wachstumspotenzial besonders gut ausschöpfen, wenn sie sich noch stärker ostseeraumweit vernetzt und ihre Aktivitäten entsprechend abstimmt. Kooperation und Vernetzung sind der Schlüssel für eine ´Baltic Sea Health Region´“, sagte Glawe. Von großer Bedeutung ist dabei die EU-Ostseestrategie. Ein weiteres Beispiel für die Zusammenarbeit der Ostseeanrainer ist die Mitgliedschaft im Scan Balt Verbund, dem europäischen Kooperations-Netzwerk des Ostseeraumes im Bereich Life Science und Gesundheitswirtschaft. Die Initiative zu diesem Netzwerk ging von der BioCon Valley® GmbH aus, dem Dienstleister des Wirtschaftsministeriums für die Koordinierung von Maßnahmen der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Tourismuszuwächse im vergangenen Jahr

Die Übernachtungszahlen aus den Ostseeanrainerstaaten in Mecklenburg-Vorpommern sind von rund 112.000 im Jahr 1992 auf über 399.000 im Jahr 2013 gestiegen. „Diese Entwicklung zeigt deutlich: Aufgrund unserer Aktivitäten, Netzwerke und Strategien konnten die Beziehungen auf dem touristischen Gebiet in der Ostseeregion ausgebaut werden“, sagte Glawe. Darüber hinaus haben sich die Landesregierung und der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern stark für den Aufbau eines internationalen touristischen Netzwerkes im Ostseeraum engagiert. Hieraus entstanden ist das Ostsee-Tourismusforum, eine Plattform, die es touristischen Marketingorganisationen, Leistungsträgern und Partnern im Ostseeraum ermöglicht, sich über aktuelle Trends und Entwicklungen auszutauschen und gemeinsame Projekte zu initialisieren. Das Ostsee-Tourismusforum wurde erstmals 2008 durchgeführt. Das nunmehr bereits 7. Ostsee-Tourismusforum wird am 01. und 02. Oktober 2014 in Karlskrona, Schweden, stattfinden. Auch im Rahmen des EU-Programms INTERREG Südliche Ostsee sind wertvolle Projekte entstanden. „Das Programm bietet Möglichkeiten der Kooperationen für Projekte mit Partnern aus den Ostseeanrainerregionen Schwedens, Dänemarks, Litauens und Polens“, so Glawe abschließend. Die heutige Veranstaltung fand im Rahmen eines Seminars der Greifswalder Hochschulgruppe der Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung statt.

Quelle: regierung-mv.de

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