Zweite Netzwerkkonferenz zur Digitalisierung: Glauber ernennt "Botschafter" für Verbraucherbelange in der digitalen Welt

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Zweite Netzwerkkonferenz zur Digitalisierung: Glauber ernennt "Botschafter" für Verbraucherbelange in der digitalen Welt Thorsten Glauber - thorsten-glauber.de
(BWP) Fitnessarmbänder, intelligentes Wohnen, autonomes Fahren – Digitalisierung betrifft Verbraucherinnen und Verbraucher in allen Lebensbereichen. Diese digitale Welt birgt Chancen, aber auch Risiken. Um den Schutz der Verbraucher zu gewährleisten, ist eine Kooperation von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbraucherorganisationen erforderlich. Um diesen Dialog zu stärken, hat Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber heute bei der zweiten Netzwerkkonferenz des Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) in München drei ehrenamtliche "Botschafter" für die Plattform Verbraucherbelange ernannt.  Im Vorfeld des morgigen Weltverbrauchertags betonte Glauber: "Die Sicherheit der Produkte selbst steht an oberster Stelle, denn jedes smarte Gerät ist ein potenzielles Einfallstor für Hacker. Darüber hinaus spielt der Schutz der Daten eine wichtige Rolle: Wir müssen wissen und kontrollieren können, wohin unsere Daten fließen. Die Datensicherheit und der Datenschutz in der digitalen Welt ist damit eine zentrale Zukunftsfrage. Auch die Haftung ist ein wichtiger Aspekt. Wenn Sicherheitslücken auftreten, brauchen wir erreichbare Verantwortliche, die zügig Abhilfe schaffen."
 
Die drei Botschafter werden künftig die Plattform Verbraucherbelange bei der Umsetzung einer verbraucherfreundlichen Digitalisierung unterstützen. "Viele Menschen sehen sorgenvoll auf die Digitalisierung. Dieser Angst und Unsicherheit müssen wir als Wirtschaft selbstbewusst und aufgeklärt entgegentreten und deutlich machen, dass Produktsicherheit und Datenschutz kein Widerspruch zu Geschäftsinteressen sein müssen", macht Botschafterin Christin Eisenschmid (Geschäftsführerin und General Manager der Intel Deutschland GmbH) deutlich. Für Botschafter Prof. Dr. Dirk Heckmann (Direktor im Institut für IT-Sicherheit und Sicherheitsrecht an der Universität Passau) ist es wichtig, die digitale Transformation gemeinwohlorientiert zu gestalten: "Hierbei spielen Verbraucherbelange eine zentrale Rolle. Ich freue mich, meine Expertise zu Datenschutz, Datensicherheit und Datenethik in die Plattform einbringen zu dürfen." Botschafter Prof. Dr. Christian Thorun (Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von ConPolicy) unterstreicht: "Die Digitalisierung muss verantwortlich und fair gestaltet werden. Denn sie sollte gesamtgesellschaftlich von Nutzen sein."
 
Die Verbrauchersicherheit in der digitalen Welt muss laut Glauber schon bei Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen durchgesetzt werden. Einen Schwerpunkt bildet dabei das sogenannte "Privacy by Design": Smarte Produkte sollen den Verbraucher unterstützen und so konstruiert sein, dass sie dessen Privatsphäre gewährleisten. Zudem seien auch Unternehmen im Zuge einer "Corporate Digital Responsibility" in der Pflicht, bei Gestaltung und Einführung digitaler Produkte gegenüber Verbrauchern und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. "Dabei werden unsere Botschafter eine zentrale Rolle als Multiplikatoren hinein in die Wissenschaft, Verbraucherarbeit und insbesondere auch in die Unternehmen spielen", erklärte Glauber.
 
Der Weltverbrauchertag findet jährlich am 15. März statt. Er steht dieses Jahr unter dem Motto "Trusted Smart Products".
 
Seit April 2017 sind Verbraucherbelange auf Initiative des Bayerischen Verbraucherministeriums beim ZD.B verankert. Weitere Informationen im Internet unter www.zentrum-digitalisierung.bayern/verbraucherbelange
 
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz - www.stmuv.bayern.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesWirtschaftsPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.