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Start der Spargelsaison / IG BAU: Erntehelfer erhalten 9,10 Euro pro Stunde

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Start der Spargelsaison / IG BAU: Erntehelfer erhalten 9,10 Euro pro Stunde pixabay.com
(BWP) Zu diesem Ostern gibt es nur vereinzelt Spargel. Doch die richtige Spargelsaison beginnt demnächst. Überwiegend Saisonkräfte arbeiten auf den Feldern und stechen das Gemüse. Meist sind es Arbeiterinnen und Arbeiter aus dem Ausland – überwiegend aus Osteuropa. Gute Helfer sind begehrt, denn sie ernten rund zwanzig Kilo in der Stunde. Bei der Ernte kommt es nicht nur auf Schnelligkeit an. Ebenso wichtig ist, dass beim Stechen der empfindliche Spargel nicht beschädigt wird. Das erfordert Geschicklichkeit, Kraft, Erfahrung und Zuverlässigkeit – Fähigkeiten, die sich für den Betrieb auszahlen und auch und den Beschäftigten etwas bringen müssen.

Für die Erntehelfer – ebenso wie für die anderen Beschäftigten in der Landwirtschaft - hat die Agrargewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) bereits im vergangenen Dezember mit der Bundesempfehlung Landwirtschaft einen Tarifvorschlag erzielt, der als Blaupause für die Tarifabschlüsse in den Ländern dient. Inzwischen liegen entsprechende Tarifverträge in den meisten Bundesländern vor. Viele Erntehelfer erhalten die vereinbarte unterste Lohngruppe. Diese beträgt unverändert 9,10 Euro pro Stunde. Für Helfer, die aber im Jahr länger als vier Monate im Betrieb arbeiten, steigt der Lohn auf 9,25 Euro. „Der reine Lohnanteil pro Kilo Spargel beträgt gerade einmal rund 0,46 Euro. Das ist für diesen Knochenjob ganz sicher nicht zu viel“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum. „Offensichtlich ist auch, dass sich der Spargelanbau für die Betriebe lohnt. Nicht umsonst haben sie laut Statistischem Bundesamt ihre Anbaufläche im vergangenen Jahr um rund fünf Prozent erhöht.“

Damit der vereinbarte Lohn bei den Beschäftigten auch wirklich ankommt, verteilt die IG BAU Faltblätter an die Erntehelfer, in denen sie ihre Rechte nachlesen können – neben Deutsch auch auf Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch, Kroatisch und Ungarisch.

Quelle: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt

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