SPD-Fraktionsvorsitzender Hey fordert klares Bekenntnis von Siemens für die mitteldeutschen Standorte

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SPD-Fraktionsvorsitzender Hey fordert klares Bekenntnis von Siemens für die mitteldeutschen Standorte Matthias Hey - spd-thl.de
(BWP) Mit Blick auf die Ankündigung von massiven Stellenstreichungen durch den Siemens-Chef Joe Kaeser fordert der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag Matthias Hey ein klares Bekenntnis für den Erhalt der mitteldeutschen Standorte. „Siemens hat massive Kürzungen und Personalabbau im Kraftwerksgeschäft angekündigt. Dass diese Streichungen hauptsächlich den Osten betreffen könnten, ist nicht nachvollziehbar. Wenn ein deutsches Traditionsunternehmen gleichzeitig einen Nettogewinn von 6,2 Milliarden Euro verkünden kann, besteht doch eine Schieflage: Ein sogenannter Global Player hat besondere Verantwortung für seine Mitarbeiter zu tragen. Das Unternehmen hat auch dank der mitteldeutschen Werke und seinen motivierten Arbeitnehmern viele Jahre gutes Geld verdient. Jetzt ist der Augenblick gekommen, verantwortungsvoll zu seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stehen“, so Hey.

Er fordert Siemens auf, nicht nur den Rahm vergangener Jahre abzuschöpfen, sondern schnellstmöglich ein klares Signal für den Erhalt der betroffenen Standorte zu geben.

Auf der heutigen Vorstellung der Jahresbilanz in München hat Siemens-Chef Joe Kaeser angesichts der kriselnden Kraftwerkssparte angekündigt, im Geschäftsfeld Prozessindustrie und Antriebe mehrere tausend Stellen zu streichen, über rund 4000 gefährdete Jobs wird spekuliert. Zusätzlich hatte der Windturbinenhersteller Siemens Gamesa angekündigt, bis zu 6000 Jobs zu kappen. Unter anderem sind die Werke Erfurt, Görlitz und Leipzig von Schließungen bedroht.

Gerade der Standort Erfurt sei innerhalb des Siemens-Konzerns ein hochinnovativer, flexibler und produktiver Standort, unterstreicht der SPD-Politiker Hey. Die Auftragsbücher sind voll und seitens der Mitarbeiterschaft besteht eine hohe Motivation, kundenorientierte Speziallösungen innerhalb kürzester Zeit umzusetzen. Darüber hinaus haben Belegschaft und Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee Siemens Ideen für alternative Produktionslinien unterbreitet. „Arbeitnehmer und Gewerkschaften haben mit offenen Karten gespielt und zukunftsorientierte Lösungsvorschläge unterbreitet. Jetzt ist es an Siemens, diese Hinhaltetaktik zu beenden und Nägel mit Köpfen zu machen“, so Hey.

Quelle: spd-thl.de

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