Oliver Kumbartzky: Tourismusstrategie evaluieren und weiter an einem Strang ziehen

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Oliver Kumbartzky: Tourismusstrategie evaluieren und weiter an einem Strang ziehen Oliver Kumbartzky - FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag
(BWP) In seiner Rede zu TOP 28 („Tourismusstrategie Schleswig-Holstein“ evaluieren und konsequent weiterentwickeln) erklärt der tourismuspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky: „Wir alle kennen die vielen schönen Ecken Schleswig-Holsteins und wissen daher, dass der Tourismus für das Land prägend ist, und dass er eine her-ausragende Bedeutung für unser Land hat. Das zeigt sich auch darin, dass wir heute einem Antrag zustimmen werden, der gemeinsam von CDU, SPD, Grünen, FDP und SSW getragen wird. Durch den Tourismus werden nicht nur über 150.000 Menschen im Land beschäftigt. Durch die vielen verschiedenen Angebote des Landes können wir den Gästen, die nach Schleswig-Holstein kommen, auch zeigen, wie schön der 'echte Norden' ist. Um den Tourismus als wachsenden Wirtschaftszweig und Imagefaktor des Landes in der Erfolgsspur zu halten, muss in diesem Bereich kontinuierlich mit vollem Einsatz weitergearbeitet werden.

Als Freie Demokraten haben wir uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Tourismus in den Titel des Wirtschaftsministeriums aufgenommen wurde. So wird die Bedeutung des Tourismus für das Land und die Landesregierung noch sichtbarer. Und wir sind froh und dankbar, dass wir mit Bernd Buchholz einen dynamischen, zukunftsgerichteten und innovativ denkenden Tourismusminister haben.

Dank gilt aber auch dem ehemaligen Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, der sich in den letzten Jahren intensiv und mit Leidenschaft für den Schleswig-Holstein-Tourismus eingesetzt hat.

Mit der 2014 verabschiedeten Tourismusstrategie Schleswig Holstein 2025 – übrigens definitiv einer der besten Tourismusstrategien Deutschlands – werden ambitionierte Ziele in diesem Bereich verfolgt, die wir begrüßen und unterstützen. In der Strategie wird allerdings auch erwähnt, dass die Ziele und Themen regelmäßig an die neuen Herausforderungen und Entwicklungen anzupassen sind. Dem kommen wir heute nach, indem wir den Auftrag zur Weiterentwicklung der Tourismusstrategie aufgeben.

Erfolgreicher Tourismus hängt selbstverständlich von einer den Anforderungen entsprechenden und modernen Infrastruktur ab. Denn die touristischen Ziele – nicht nur an den Küsten, sondern auch im Landesinneren – müssen auch erreichbar sein. Dies bezieht sich auf alle Verkehrsträger: Auf die Straße und die Schiene genauso wie auf die luft- und wasserseitigen Verkehrsanbindungen.

Aufgrund des vorliegenden Investitionsstaus stehen dem Land in den nächsten Jahren viele Baumaßnahmen bevor. Diese sollten auch mit Blick auf die touristischen Anforderungen geplant werden, um potentielle Synergien nutzen zu können.

Vor allem aber muss die touristische Infrastruktur zukunftsweisend gestaltet werden. Wir müssen uns unbedingt damit auseinandersetzen, wie zum Beispiel Ladestationen für alternative Antriebe aller Art und der Ausbau der digitalen Infrastruktur positive Effekte für den Tourismus haben könnten. Hier sollte langfristig gedacht werden.

Besonders im Bereich der Digitalisierung steigen die Anforderungen der Gäste an die Tourismusdestinationen. Das bezieht sich nicht nur auf die all-tägliche Verwendung von Smartphones etc. Für Kongresse, Tagungen, Seminare und Events ist eine zuverlässige, flächendeckende und professionelle Ausstattung ein wichtiges Entscheidungskriterium. In diesen Bereichen hat Schleswig-Holstein im Bundesvergleich noch Nachholbedarf. Mit einer zielgerichteten digitalen Infrastruktur kann hier nachgeholfen werden.

Je breiter Schleswig-Holstein im Tourismus aufgestellt ist, je besser die Infrastruktur und die Angebote sind, desto besser unterstützen wir diesen wichtigen Wirtschaftszweig und sichern Arbeitsplätze. Die Weiterentwicklung der Tourismusstrategie ist daher nur ein erster Schritt.

Ich freue mich, dass wir im Landtag auch in dieser Legislaturperiode tourismuspolitisch gemeinsamen an einem Strang ziehen!“

Quelle: FDP- Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag

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