Budget für Arbeit: Ministerin Alheit und der Teilhabebeirat beim Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung präsentieren Projekte für einen inklusiven Arbeitsmarkt

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Budget für Arbeit: Ministerin Alheit und der Teilhabebeirat beim Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung präsentieren Projekte für einen inklusiven Arbeitsmarkt Kristin Alheit - schleswig-holstein.de - Olaf Bathke
(BWP) Sozialministerin Kristin Alheit stellt heute (8. Januar 2016) das Modellprojekt ihres Ministeriums mit den örtlichen Trägern der Sozialhilfe "Budget für Arbeit Schleswig-Holstein" vor. Ziel ist, mit der Kombination von Leistungen der Eingliederungshilfe und Leistungen aus der Ausgleichsabgabe Menschen mit Behinderungen den Übergang aus der Werkstatt auf einen Arbeitsplatz am allgemeinen Arbeitsmarkt dauerhaft zu ermöglichen.

Ministerin Alheit: "Das Budget für Arbeit wird Menschen mit wesentlichen Behinderungen, denen bislang ausschließlich in Maßnahmen der Eingliederungshilfe nach dem SGB XII berufliche Teilhabe möglich ist, den Weg für eine Beschäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt eröffnen." Das Ministerium hat hierfür gemeinsam mit den Sozialleistungsträgern ein Rahmenkonzept geschaffen, das den Beschäftigten im Budget für Arbeit Schleswig-Holstein die erforderliche Verlässlichkeit und Rechtssicherheit bietet, den Schritt aus einer Werkstatt für behinderte Menschen zu gehen.

Ein bedeutender Baustein des Budgets für Arbeit ist, dass das Integrationsamt künftig Lohnkostenzuschüsse in Höhe von 50 % des Arbeitgeberbruttos an die Arbeitgeber leistet, die um weitere 20 % aus Leistungen der Eingliederungshilfe ergänzt werden. „Wichtig ist allerdings“, so Ministerin Alheit, "dass qualifizierte Menschen mit Behinderungen, die ihre Chance am allgemeinen Arbeitsmarkt suchen, eng begleitet und unterstützt werden und erforderlichenfalls der Weg zurück zur Werkstatt offen ist."

Die Kreise und kreisfreien Städte und die Integrationsfachdienste werden dafür an der Seite der Beschäftigten und ihrer Arbeitgeberinnen oder Arbeitgeber den Übergang und die Sicherung der Beschäftigung individuell planen und notwendige und geeignete Maßnahmen treffen.

Der Teilhabebeirat beim Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung übergibt anlässlich dieses Termins sein Positionspapier für einen inklusiven Arbeitsmarkt, das im vergangenen Jahr erarbeitet wurde. Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft messen sich vor allem an den Chancen für Menschen mit Behinderungen, sich im Beruf zu verwirklichen und für den Lebensunterhalt selbst zu sorgen.

Die Vorschläge des Teilhabebeirats gehen über ein Budget für Arbeit weit hinaus. "Das Positionspapier zeigt auf, welche Entwicklungen in allen Politikfeldern notwendig und möglich sind, dass ein inklusiver Arbeitsmarkt kein Traum bleibt", erklärt die Sozialministerin. "Ich danke dem Teilhabebeirat für seine Arbeit und wünsche, dass die interessanten und konstruktiven Vorschläge des Teilhabebeirats die Aufmerksamkeit bei Politik, Wirtschaft und in der Gesellschaft erlangen, die es braucht, sie auch umzusetzen."

Quelle: schleswig-holstein.de

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