Interesse an grenzüberschreitender Ausbildung gestiegen

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Interesse an grenzüberschreitender Ausbildung gestiegen Anke Rehlinger - saarland.de - Dirk Guldner
(BWP) Einen erfolgreichen Start hat die Fachstelle für grenzüberschreitende Ausbildung (FagA) hingelegt. Seit Beginn des neuen Projektzeitraums vor rund einem Jahr haben 57 lothringische Jugendliche und 9 deutsche Jugendliche ihre Chance genutzt. Sie haben über das Angebot der Fachstelle einen Einblick in die Arbeitswelt des Nachbarlandes gewonnen. Im letzten Projektzeitraum 2013-2016 waren es insgesamt 200 Jugendliche. Ein sehr erfreuliches Ergebnis wie Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger findet: „Es gibt ein großes Interesse am saarländischen Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Gerade für die Jugendlichen aus Lothringen ist das Saarland sehr attraktive. Mit dem Projekt bekommen sie die Chance, den betrieblichen Alltag bei uns kennenzulernen. Das hilft uns auch, zukünftige Fachkräfte frühzeitig mit unserem Land vertraut zu machen“, sagt die Ministerin. Ihre Erwartung wird auch durch die rege Teilnahme saarländischer Betriebe bestätigt: „Bisher haben 40 saarländische Betriebe einen lothringischen Praktikanten oder eine Praktikantin aufgenommen“, so Wirtschaftsministerin Rehlinger. Das Projekt wird bis 2021 mit rund 1,6 Mio. Euro aus dem EU-Programm Interreg VA gefördert. Der Ko-Finanzierungsanteil des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr beträgt rund 460.000 Euro.

Ziel der Fachstelle für grenzüberschreitende Ausbildung ist die Steigerung der interkulturellen Handlungskompetenzen und der Mobilitätsbereitschaft. „Es geht darum, Hürden abzubauen, indem die Jugendlichen das jeweilige Nachbarland kennenlernen und sprachliche Erfahrungen sammeln. So können wir die grenzüberschreitende Berufsbildung in der Großregion trotz unterschiedlicher Ausbildungssysteme besser miteinander verzahnen. Das erhöht die beruflichen Perspektiven der Jugendlichen auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt“, so Rehlinger. Dies werde in der Region mit ihren engen wirtschaftlichen Verflechtungen mit Frankreich immer wichtiger.

Die Fachstelle für grenzüberschreitende Ausbildung wurde 2013 auf Initiative des Wirtschaftsministeriums bei der Verbundausbildung Untere Saar e.V. (VAUS) in Dillingen ins Leben gerufen. Ihr Angebot richtet sich an lothringische Lycée-Schülerinnen und -Schüler bzw. Studentinnen und Studenten (Niveau Bac Pro und BTS). Sie können mithilfe des Projekts einen Teil ihrer vorgeschriebenen Praxisphasen in einem saarländischen Betrieb absolvieren. Saarländische Auszubildende und Fachoberschüler wiederum erhalten die Chance, einen Teil ihrer Berufsausbildung bzw. ein Praktikum in einem französischen Betrieb zu absolvieren. Sie werden während des gesamten Prozesses von der Fachstelle unterstützt und begleitet.

Zu den operativen Partnern gehören neben der VAUS auch das Ministerium für Bildung und Kultur, der GIP: Formation Tout au Long de la Vie und der Eurodistrict SaarMoselle. Strategische Partner sind die Académie de Nancy-Metz, das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium, die IHK und HWK des Saarlandes und der Pfalz, die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, der ME Saar, das Deutsch-Französische Sekretariat, das Deutsch-Französische Jugendwerk und die Région Grand Est.

Quelle: wirtschaft.saarland.de

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