Arbeitszeitgestaltung statt Arbeitszeitverwaltung – Kurtz: „Aushöhlung des Arbeitszeitgesetzes darf es nicht geben!“

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Arbeitszeitgestaltung statt Arbeitszeitverwaltung – Kurtz: „Aushöhlung des Arbeitszeitgesetzes darf es nicht geben!“ Hans Peter Kurtz - spd-fraktion-saar.de - SPD Landtagsfraktion - Peter Kerkrath
(BWP) „Arbeitszeiten, Digitalisierung, Gesundheit, Familie – das sind alles Puzzleteile in einem großen Puzzle, das die künftigen Koalitionsparteien im Bund in ihren Sondierungsgesprächen versuchen zusammenzusetzen“, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hans Peter Kurtz. „Dabei muss klar sein: Abstriche in diesen Bereichen darf es nicht geben! Eine Aushöhlung des Arbeitszeitgesetzes und eine Begrenzung der Ruhezeiten ist die falsche Antwort an eine Gesellschaft, die geprägt ist vom digitalen Wandel in der Arbeitswelt. Stattdessen brauchen wir Regelungen, die es Beschäftigten ermöglichen, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen, gute Kompromisse bei Arbeitszeiten und Arbeitsort zu finden und vor allem ihre Erreichbarkeit in der Freizeit zu reduzieren.“

Andrea Nahles war in ihrer Amtszeit als Arbeitsministerin bereit für Veränderungen und hat die Bedarfe in einem „Weißbuch Arbeiten 4.0“ erläutert. Auch dort wird deutlich, dass die digitale Arbeit verbindliche Regelungen braucht. Was dort analysiert und vorgeschlagen wurde, darf nicht einfach vergessen werden, sagt Kurtz.

„In Zukunft wird es wichtig sein, dass die Beschäftigten bei zunehmender Flexibilisierung mehr Zeitsouveränität haben und über ihre Zeit verfügen können. Der starre Achtstundentag muss für die Arbeitnehmer flexibler gestaltet werden können.

Arbeitsstunden, die sich anhäufen müssen flexibler abgearbeitet werden können und vor allem ein Ausgleich – auch finanziell – bei mobiler Zeit stattfinden, das heißt, wenn zum Beispiel noch Arbeit in den späten Abendstunden zu Hause stattfindet“, sagt Kurtz. „Wir müssen weg von Arbeitszeitverwaltung hin zu Arbeitszeitgestaltung. Und das vor allem unter Mitbestimmung der Arbeitnehmer. Bei den Sondierungsgesprächen darf das nicht außer Acht gelassen werden.“

Quelle: SPD-Fraktion im Landtag des Saarlandes

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