Industrie hält das Saarland weiter auf Wachstumskurs

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Industrie hält das Saarland weiter auf Wachstumskurs Anke Rehlinger - saarland.de - Dirk Guldner
(BWP) Der Maschinenbau hat weiterhin eine tragende Rolle für das Wachstum im Saarland. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sieht dafür eine Bestätigung in den neuesten Zahlen des Statistischen Amtes zum Bruttoinlandsprodukt. Auch wenn es einen Statistikeffekt gebe (ein Fall von Branchenwechsel), zeige ein Umsatzwachstum von mehr als 34 Prozent, dass der Maschinenbau einen ganz wesentlichen Beitrag zur Gesamtentwicklung leiste.

Insgesamt setzte die Saarwirtschaft im Jahr 2015 mit einem deutlich überdurchschnittlichen Wachstum ihren Aufschwung fort. Das saarländische Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 2,4 Prozent. Der Bundesdurchschnitt beträgt hier 1,7 Prozent. Nominal betrug das Plus im Saarland 4,6 Prozent, im Bund 3,8 Prozent. Als Wachstumsmotor habe sich einmal mehr das Verarbeitende Gewerbe erwiesen, sagte die Ministerin. Der Umsatz der saarländischen Industrie stieg im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent, wobei die Auslandsumsätze sogar ein Wachstum von 11,1 Prozent verzeichneten. Dies sei auch eine Bestätigung für den politischen Ansatz, für die heimische Industrie möglichst gute Standortbedingungen zu schaffen: „Die Industrie ist die Lebensader unserer Wirtschaft und unseres Landes. Auch deshalb brauchen wir eine zukunftsorientierte Industriepolitik, mit der wir die Wettbewerbsfähigkeit des Saarlandes als Industrieland sichern. Den aktuellen Herausforderungen Digitalisierung, Demografie und Industrie 4.0 wollen wir mit einem verbesserten Wissens- und Technologietransfer, neuen Qualifizierungsangeboten und guter Infrastruktur Rechnung tragen.“ Im Dialog mit Unternehmern, Kammern, Verbänden sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern habe man im Rahmen des Leitbildprozesses „Saarland Industrieland“ bereits wesentliche Impulse erarbeitet.

Obwohl der Welthandel nur ein mäßiges Wachstum verzeichnet, läuft der saarländische Außenhandel derzeit auf Hochtouren. Insbesondere die Exporte in die USA, nach Großbritannien und in den Euroraum zogen 2015 kräftig an. Gute Geschäfte verbuchten vor allem der Maschinenbau und der Fahrzeugbau. Dagegen mussten die Stahlindustrie und die Hersteller von Metallerzeugnissen Umsatzrückgänge hinnehmen.

Für Ministerin Rehlinger ist aber auch die Binnennachfrage ein wichtiger Faktor der Wirtschaftsentwicklung: „Lohnzuwächse, eine ansteigende Beschäftigung und der Ölpreisrückgang wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Saarländerinnen und Saarländer aus. Das hebt bei den privaten Haushalten die Konsumlaune und belebt die Wirtschaft.“ Die Ministerin rechnet für dieses Jahr mit einer Fortsetzung der Aufwärtsentwicklung: „Die aktuelle Stimmung in den Unternehmen ist gut. Sowohl der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe als auch die Umsatzzahlen zum Jahresauftakt lassen ein solides Wachstum erwarten.“

Quelle: wirtschaft.saarland.de

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