Wolfgang Waldmüller: Bindungskraft von Ausbildungsverträgen erhöhen

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Wolfgang Waldmüller: Bindungskraft von Ausbildungsverträgen erhöhen Wolfgang Waldmüller - landtag-mv.de - CDU-Fraktion
(BWP) Anlässlich der im aktuellen Bildungsmonitor veröffentlichten überdurchschnittlich hohen Anzahl an vorzeitig gelösten Ausbildungsverträgen in Mecklenburg-Vorpommern äußerte der Wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wolfgang Waldmüller:

„Trotzdem die Quote von fast 40 Prozent vorzeitig abgebrochener Ausbildungsverträge in unserem Land keine Auskunft darüber gibt, wer nach dem Abbruch einer Ausbildung anderswo einen anderen Ausbildungsvertrag schließt, ist der bundesweite Vergleich alarmierend. Die Bindungskraft von Ausbildungsverträgen in Mecklenburg-Vorpommern lässt ganz offenkundig zu wünschen übrig.

Hürden beim theoretischen Teil der beruflichen Bildung in Mecklenburg-Vorpommern müssen weiter abgebaut werden. Eine solche Hürde war zuletzt der kaum in Anspruch genommene Fahrtkostenzuschuss. Zwar sind die Bemessungsgrenzen bei den Fahrtkostenzuschüssen für den Weg zur Berufsschule zuletzt erfreulich gestiegen. Sie müssen aber weiter bedarfsgerecht angepasst werden. Auch bessere Unterstützungsinstrumente für schwächere Jugendliche an den Berufsschulen halte ich für angezeigt. Hierzu zählen assistierte Ausbildung und ausbildungsbegleitende Hilfen.

Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der beruflichen Ausbildung sind jedoch nicht alleine Sache der Politik. Ausbildungsbetriebe sind mindestens ebenso in der Pflicht. Wir haben im Juni im Landtag einen Beschluss erwirkt, der die Landesregierung auffordert, den Dialog über Untergrenzen bei der Ausbildungsvergütung konstruktiv zu begleiten. Auch die Einführung von Boni-Systemen für gute Azubis soll durch Landesregierung und Sozialpartner geprüft werden.

Aufgrund der hohen Unterbesetzung sowie der Abbrecherquoten in einigen Branchen schlage ich ein übergreifendes und flächendeckendes Qualitätslabel „Exzellenter Ausbildungsbetrieb“ vor. Dieses Label sollte fachlich fundierte und faire Ausbildungsbedingungen in entsprechenden Betrieben zertifizieren und für jedermann sichtbar machen. Die Qualitätssicherung der Zertifizierung könnte unter Einbeziehung der Kammern über anonyme Befragungen der Auszubildenden erfolgen.“

Quelle: CDU-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern

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