Wolfgang Waldmüller/Torsten Renz: M-V bildet am Bedarf vorbei aus – Berufliche gegenüber der akademischen Ausbildung weiter stärken

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Wolfgang Waldmüller/Torsten Renz: M-V bildet am Bedarf vorbei aus – Berufliche gegenüber der akademischen Ausbildung weiter stärken Wolfgang Waldmüller - landtag-mv.de - CDU-Fraktion
(BWP) Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Waldmüller, hat sich angesichts der hohen Abbrecherquoten an den Universitäten des Landes für eine weitere Stärkung der beruflichen gegenüber der akademischen Ausbildung ausgesprochen.

„Angesichts der zum Teil alarmierend hohen Abbrecherquoten an den Universitäten des Landes sollte weiter über eine Stärkung der beruflichen gegenüber der akademischen Ausbildung nachgedacht werden. Denn während die Anzahl an Studienabbrechern bedrohlich ansteigt, ist die Anzahl an Auszubildenden in den vergangenen 10 Jahren um 58 Prozent zurückgegangen. Sie liegt in Mecklenburg-Vorpommern nun unter 20.000. Wir bilden also am Bedarf vorbei aus. Das lässt sich auch sehr deutlich aus der heute auf der Bundespressekonferenz vorgestellten Schulstudie 2016 ableiten. Demnach sagen 90 Prozent der in dieser Studie Befragten, dass sich die Bildungspolitik gleichberechtigt um Studien- und Ausbildungsplätze bemühen solle“, sagte Wolfgang Waldmüller.

„Das Landeskonzept für den Übergang von der Schule in den Beruf setzt noch keine ausreichenden Anreize für eine berufliche Ausbildung. Angesichts der hohen Abbrecherquote ist dies sehr misslich.  Wir brauchen eine stärkere Orientierung an der beruflichen Ausbildung, auch in der Sekundarstufe II. Junge Menschen müssen früher für die Frage sensibilisiert werden, ob die akademische Ausbildung tatsächlich der einzige Weg ist, um ehrgeizige Karriereziele zu erreichen. Nach meiner Auffassung bietet auch die berufliche Ausbildung hier im Land hervorragende Chancen, um nach der Schule durchzustarten. Genau dafür müssen die Abiturienten hier im Land aber stärker begeistert werden. Die Begeisterungschancen steigen sicherlich auch mit der Möglichkeit, dass Schüler in vollzeitschulischen und dualen Ausbildungsgängen vom Land stärker finanziell unterstützt werden, z. B. durch praktikable Lösungen beim Fahrkostenzuschuss“, sagte Torsten Renz, arbeitsmarktpolitischer Sprecher und Leiter des Arbeitskreises Bildung der CDU-Landtagsfraktion.

„Auch die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung muss verbessert werden. Hierzu gehört die unbürokratische Anerkennung der von Studienabbrechern während ihres Studiums erworbenen Leistungsnachweise ebenso wie die Beratung, Begleitung und Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der Gewinnung von Studienabbrechern. Pilotprojekte wie an der Fachhochschule Wismar müssen Schule machen. Es müssen weitere zielgruppengerechte Beratungsstrukturen für den Übergang von Studienabbrechern hin zu einer beruflichen Aus- und Weiterbildung etabliert werden und zwar unter Einbeziehung aller relevanten Akteure wie Kammern oder der Bundesagentur für Arbeit“, sagte Wolfgang Waldmüller abschließend.

Quelle: cdu-fraktion.de

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