Senat soll Transparenz über die Ausbildungszahlen herstellen – LINKE beantragt umgehende Veröffentlichung

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Senat soll Transparenz über die Ausbildungszahlen herstellen – LINKE beantragt umgehende Veröffentlichung Miriam Strunge - linksfraktion-bremen.de - red kangaroo media
(BWP) „Die Öffentlichkeit befindet sich wieder einmal in einer Warteschleife. Der Senat sitzt auf Zahlen zum Ausbildungsjahr 2017/2018, teilt sie aber nicht mit“, so Miriam Strunge, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. „Deshalb beantragen wir in der Bürgerschaft, dass diese Zahlen unverzüglich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.“ Strunge: „Üblicherweise werden bis Ende März jeden Jahres die Vorjahreszahlen zur Ausbildungssituation im Land Bremen zusammengestellt. Das umfangreiche Zahlenwerk ist die Grundlage dafür, die Lage zu bewerten und noch Impulse und Steuerungsmaßnahmen für das kommende Ausbildungsjahr setzen zu können. Nur: Die Öffentlichkeit wird wieder mal ins Wartezimmer gestellt. Erst wenn das Plenum der ‚Bremer Vereinbarungen‘ getagt hat, werden die Zahlen den Deputationen und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Und das kann schon mal dauern. Im letzten Jahr kamen die Zahlen zum 31. Mai, im Jahr davor sogar erst zum September. Für eine öffentliche Diskussion über Neujustierungen zum neuen Ausbildungsjahr ist es dann zu spät.“

„Auf Bundesebene ist das Verfahren klar und transparent. Die Bundesregierung beschließt jedes Jahr Anfang April den Berufsbildungsbericht, und damit sind die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zusammengestellten Zahlen öffentlich. Aktuell steht der entsprechende Kabinettsbeschluss unmittelbar bevor. Genau so wollen wir das für das Bundesland Bremen auch: Anfang April sollen die Zahlen vom Senat veröffentlicht werden, so dass sich die Öffentlichkeit, wie die stille Runde der ‚Vereinbarungen‘, ein Bild davon machen kann. Alles andere ist undemokratisch und intransparent. Obwohl uns die Zahlen im Detail nicht vorliegen, wissen wir leider bereits jetzt, dass viel zu wenig Jugendliche in Bremen die Möglichkeit haben, nach der Schule in die duale Ausbildung zu gehen, weil die Unternehmen zu wenig Ausbildungsplätze bereit stellen. Wir fordern deshalb, neben transparenten Zahlen, die die Ausbildungsplatzlücke sichtbar machen, politische Strategien für mehr Ausbildungsplätze, wie eine Ausbildungsumlage.“, so Strunge abschließend.

Die Linksfraktion führt am Mittwoch die Veranstaltung ‚Wer nicht ausbildet, soll zahlen: Perspektiven für die Ausbildungsumlage‘ durch. Voraussichtlich wird der Berufsbildungsbericht 2017 der Bundesregierung am selben Tag beschlossen und veröffentlicht.

Quelle: Fraktion DIE LINKE. in der Bremischen Bürgerschaft

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