LINKE fordert konkrete Schritte für eine Ausbildungsumlage – Kommission soll Modell erarbeiten

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LINKE fordert konkrete Schritte für eine Ausbildungsumlage – Kommission soll Modell erarbeiten Miriam Strunge - linksfraktion-bremen.de - red kangaroo media
(BWP) Auf Initiative der Fraktion DIE LINKE wurde im März 2018 die Große Anfrage ‚Möglichkeiten, Zulässigkeit und Notwendigkeit einer Landesausbildungsumlage im Land Bremen‘ in der Bremischen Bürgerschaft diskutiert. In der Plenardebatte hat der Senat eine Landesausbildungsumlage als Instrument nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Bezugnehmend auf diese Debatte und die Veröffentlichung der aktuellen Zahlen der ‚Bremer Vereinbarung zur Ausbildung‘ stellt die Fraktion DIE LINKE den Antrag eine allgemeine, betriebliche Ausbildungsumlage für Bremen auf den Weg zu bringen.

„Wir brauchen dringend mehr Ausbildungsplätze im Land Bremen. Mehr als 2.000 junge Erwachsene gehen jedes Jahr bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz leer aus. Die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze hat sich aber in den letzten Jahren kein bisschen verändert. In der Laufzeit der ‚Bremer Vereinbarungen zur Ausbildung‘, 2013-2017, sind ganze vier betriebliche Ausbildungsplätze dazu gekommen. So kommen wir nicht weiter, die freiwilligen Vereinbarungen waren wirkungslos, deshalb brauchen wir einen neuen Ansatz. Die LINKE schlägt einen umlagefinanzierten Ausbildungsfonds für Bremen vor, um die nicht ausbildenden Betriebe an den Ausbildungskosten zu beteiligen und die ausbildenden Betriebe zu entlasten. In der Bauwirtschaft und in der Altenpflege gibt es diese Umlage bereits, und die Erfahrungen sind gut. Daher wollen wir die Ausweitung dieses Ansatzes auf alle betrieblichen Ausbildungen“, so Miriam Strunge, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

„Natürlich gibt es eine Menge Detailfragen zu klären, wenn eine allgemeine Umlage eingeführt werden soll“, so Strunge weiter. „Daher schlagen wir die Einsetzung einer Kommission vor, die das konkrete Modell erarbeiten soll. Sie soll unterstützt werden von einem Beirat, der von den Partnern der Bremer Vereinbarungen und von den Fraktionen beschickt wird. Unser Ziel ist, dass der Ausbildungsfonds zum Ausbildungsjahr 2020/21 eingeführt wird. Wir sind überzeugt, dass so deutlich mehr Ausbildungsplätze entstehen werden, denn die Attraktivität selbst auszubilden, wird gesteigert. Wir wollen jetzt die Weichen stellen, damit diese Einführung mit einem guten Modell und einer breiten Akzeptanz gelingt. So kann die Ausbildungssituation endlich entscheidend verbessert werden.“

Der Antrag der Linksfraktion ‚Mehr Ausbildungsplätze ermöglichen: allgemeinen Ausbildungsfonds im Land Bremen jetzt auf den Weg bringen‘ findet sich hier.

Quelle: Fraktion DIE LINKE. in der Bremischen Bürgerschaft

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