Kannenberg-Insolvenz darf nicht auf Kosten der Jugendlichen und der Beschäftigten gehen

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Kannenberg-Insolvenz darf nicht auf Kosten der Jugendlichen und der Beschäftigten gehen Sofia Leonidakis - linksfraktion-bremen.de - DiG Plus
(BWP) „Die Insolvenz der Akademie Kannenberg darf nicht auf Kosten der betreuten Jugendlichen und der Beschäftigten gehen. Das muss der Senat sicherstellen“, so Cindi Tuncel, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft. „Die Beschäftigten brauchen eine Perspektive. Sie haben große Erfahrung in der Arbeit auch mit schwierigen Jugendlichen. Angesichts der unsicheren Aussichten werden sie jetzt anfangen, sich außerhalb von Bremen zu bewerben. Das Sozialressort ist gefordert, eine Anschlussplanung vorzulegen, gegebenenfalls auch mit Trägerwechsel. Das Interesse des Senats darf nicht nur auf die eventuell abzuschreibenden Forderungen richten, sondern muss auch dem Erhalt sozialpädagogischer Kompetenz in diesem nicht einfachen Feld der Jugendarbeit gelten.“

Sofia Leonidakis, fluchtpolitische Sprecherin der Linksfraktion, ergänzt dazu: „Die Akademie Kannenberg, erst seit 2014 in Bremen als Jugendhilfeträger tätig, ist innerhalb kürzester Zeit zu einem der größten Jugendhilfeträger angewachsen. Zu Hochzeiten betreute der Träger bis zu 800 geflüchtete Jugendliche. Kannenberg sprang ein, wo andere Träger aus Gründen nicht mehr mitmachten: bei der absoluten Notunterbringung. Dabei wurden Standards der Jugendhilfe teilweise weit unterschritten. Und er beeindruckte einige mit "unorthodoxen" Methoden. Immer wieder gab es deshalb bereits im laufenden Betrieb Zweifel, unter anderem an der pädagogischen Konzeption. Das jetzt anstehende Insolvenzverfahren muss Transparenz und vor allem schnelle Sicherheit für die jungen Menschen und die Beschäftigten schaffen.“

Die Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft hat heute diesbezüglich eine Aktuelle Stunde mit dem Thema „Konzeptlos – Pleite – Kannenberg: Sicherheit für Beschäftigte und Jugendliche schnell herstellen!“ für die Stadtbürgerschaft beantragt.

Quelle: Fraktion DIE LINKE. in der Bremischen Bürgerschaft

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