120 Arbeitsplätze im Bremer Eisenbahn-Ausbesserungswerk in Gefahr – Werksleitung und Bahnvorstand halten es nicht mal für nötig, die Beschäftigten und die Öffentlichkeit zu informieren

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120 Arbeitsplätze im Bremer Eisenbahn-Ausbesserungswerk in Gefahr – Werksleitung und Bahnvorstand halten es nicht mal für nötig, die Beschäftigten und die Öffentlichkeit zu informieren Claudia Bernhard - linksfraktion-bremen.de - F. Scheffka
(BWP) Zur gestrigen Beiratssitzung in Hemelingen waren die Werksleitung und der Betriebsrat des Eisenbahn-Ausbesserungswerkes in Bremen-Sebaldsbrück eingeladen, um über die Zukunft des Werkes zu berichten. Presseberichten zur Folge sollen erhebliche Serviceleistungen vom Bremer Standort auf zwei ostdeutsche Werke verlagert werden. Dies würde zum Verlust von circa 120 Arbeitsplätzen der insgesamt gut 430 Arbeitsplätze führen. Auch auf den Erhalt der rund 40 Ausbildungsplätze hat dies jetzt schon direkte Auswirkungen.

„Es ist einfach unglaublich, dass bei diesen erschreckenden Nachrichten die Werksleitung und die Deutsche Bahn AG nicht mal bereit und in der Lage sind, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter offen und umfänglich zu informieren. Dass auch nach öffentlicher Einladung hier niemand Stellung bezieht, ist eine Frechheit“, erklärt dazu Ingo Tebje, gewerkschaftspolitischer Sprecher des Landesvorstandes der Bremer LINKEN. „Die angedrohten Verlagerungen haben nicht nur gravierende Auswirkungen auf die Beschäftigten, sondern auch auf die gesamte Logistikbranche in Norddeutschland, da die Wartung und Reparatur ihrer Dieselloks zukünftig viel aufwendiger werden würde.“

Claudia Bernhard, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft: „Wie schon zuletzt bei den Baumfällungen entlang der Bahnstrecken in verschiedenen Bremer Stadtteilen ist die Kommunikation seitens der Deutschen Bahn wieder unterirdisch. Nachdem die Bahn seit Jahren bundesweit ein Ausbesserungswerk nach dem anderen streicht, ist zu befürchten, dass der Stellenabbau in Sebaldsbrück der Auftakt zum völligen Abzug aus Bremen ist. Die Bahn wäre gut beraten, ihre Reparaturwerke zu dezentralisieren statt weiter zusammenzuführen, gerade angesichts der zunehmenden Verbindungsausfälle und gravierenden Verspätungen. Wir erwarten hier ein massives Einwirken des Bürgermeisters auf den Vorstand der Deutschen Bundesbahn, um den Erhalt der kompletten Dienstleistungspalette und der dazugehörigen Arbeitsplätze in Bremen dauerhaft zu sichern.“

Quelle: DIE LINKE. Landesverband Bremen

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