Leiharbeit an Bremer Schulen stoppen! – LINKE fordert Übernahme von prekärem Schulpersonal in den Öffentlichen Dienst

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Leiharbeit an Bremer Schulen stoppen! – LINKE fordert Übernahme von prekärem Schulpersonal in den Öffentlichen Dienst Kristina Vogt - linksfraktion-bremen.de - DiG - Plus
(BWP) Die Fraktion DIE LINKE hat vom Senat in einer Großen Anfrage Auskunft erbeten, in welchem Umfang an Bremer Schulen Personal eingesetzt wird, das nicht direkt bei der zuständigen Senatorin für Kinder und Bildung angestellt ist. Die vom Senat beantwortete Anfrage wird heute voraussichtlich gegen 18 Uhr in der Stadtbürgerschaft debattiert.

Kristina Vogt, Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin, kommentiert: „Die Senatsantwort zeigt, dass vor allem die umfangreichen Aufgaben, die von Bremer Schulen in den vergangenen Jahren neu übernommen wurden, nicht durch eigenes Personal abgedeckt werden. Statt selber einzustellen, wird entweder Personal von freien Trägern geliehen oder über insgesamt 22 Schulvereine angestellt. Weit über 1000 Menschen arbeiten in diesem grauen Arbeitsmarkt, der sich um die Bremer Schulen gebildet hat. Dass der Ganztagsbetrieb an den Bremer Schulen weitestgehend über Leiharbeit abgedeckt wird, ist empörend. Wenn Industriebetriebe Aufgaben auslagern, um die Angestellten über kostensenkende Leiharbeit beschäftigen zu können, wird dieses Verhalten parteiübergreifend als unmoralisch gegeißelt. In der täglichen Praxis macht die Bildungssenatorin aber nichts anderes, wenn sie Finanzmittel an viele einzelne Schulvereine verteilt und dann deren Personal leiht.“

Eine Anstellung bei den Schulvereinen bedeutet eine konkrete Benachteiligung für das betroffene Personal. Oft sind die Verträge nur befristet und bieten keine längerfristige Perspektive, außerdem sind die Angestellten von der betrieblichen Altersvorsorge der Stadt ausgeschlossen. Kristina Vogt fordert deshalb, die Angestellten der Schulvereine schnellstmöglich in den öffentlichen Dienst zu übernehmen: „Die vagen Aussagen zu einer behördeninternen Arbeitsgruppe, die eine Übernahme prüfen soll, reichen bei weitem nicht aus. Wir müssen jetzt in den Haushaltsverhandlungen die entsprechenden Mittel der Schulvereine zu vernünftigen Personalmitteln umwidmen. Eine lange Prüfung braucht es hier nicht, das kann man einfach machen. Auch muss klar sein: Ganztagsbetrieb, verlässliche Grundschule, Leseförderung gehören inzwischen wie der reguläre Unterricht zu den Kernaufgaben der Schulen. Dass die Pädagoginnen und Pädagogen, die diese Aufgaben wahrnehmen, nicht den gleichen Beschäftigungsstatus haben wie Lehrerinnen und Lehrer, muss dringend korrigiert werden.“  

Quelle: linksfraktion-bremen.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesWirtschaftsPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.