Fraktion DIE LINKE fordert Transparenz über die Situation der Ausbildungssuchenden

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Fraktion DIE LINKE fordert Transparenz über die Situation der Ausbildungssuchenden Miriam Strunge - linksfraktion-bremen.de - red kangaroo media
(BWP) Mit zwei parlamentarischen Initiativen möchte die Fraktion DIE LINKE mehr Licht in die statistischen Lücken der Ausbildungssituation in Bremen und Bremerhaven bringen. Die Kleine Anfrage „Einstufung von Jugendlichen als ‚nicht ausbildungsreif‘ durch die Jobcenter“ hinterfragt die offizielle Angabe von BewerberInnen um einen Ausbildungsplatz bzw. möchte die Zahl der BewerberInnen wissen, die als ‚nicht ausbildungsreif‘ eingestuft werden. Auch die Kriterien, die zu dieser Einstufung führen, sind nicht näher bekannt und werden entsprechend abgefragt; ebenso die Anzahl der Jugendlichen, die Leistungen nach SGB II beziehen. Mit einem parallel eingereichten Antrag fordert die Linksfraktion eine verbindliche Berichterstattung des Senats über Zahlen und Bilanzen zur Ausbildungssituation.  

Miriam Strunge, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, kommentiert: „Das Wahlkampfversprechen einer Ausbildungsgarantie, ist nichts mehr als eine Luftnummer und denkbar weit davon entfernt, Realität zu werden. Da hilft die Jugendberufsagentur auch nicht weiter. Denn der Senat lässt viele verschiedene Stellschrauben unberührt, wie z.B. einzufordern, dass Bremer Betriebe verbindlich ausbilden. Gleichzeitig wird zum Thema ‚Ausbildungsquote‘ im Land Bremen offiziell mit Angaben und Kategorien gearbeitet, die maximal intransparent sind. So haben SchülerInnen auf der 2. Armutskonferenz letztens ihre Rechnung präsentiert, wonach es in Bremen nicht lediglich 183 ‚unversorgte’ BewerberInnen geben dürfte, wie es offiziell Ende Oktober 2015 hieß, sondern über 4000. Auch die Jugendberufsagenturen haben bislang nichts dazu beigetragen, über das Gesamtbild der Ausbildungssituation faktengetreu zu informieren und ihre Maßgaben transparent zu machen. Zur offiziellen Zahl der BewerberInnen gehören beispielsweise nicht alle BewerberInnen: Diejenigen, die aus noch darzulegenden Gründen als ‚nicht ausbildungsreif‘ eingestuft wurden, fallen aus diesem Pool heraus. So kann ein Missstand – ähnlich wie bei der ‚geschönten‘ Arbeitsmarktstatistik – durch statistische Darstellung glatt gebügelt werden. Und schlimmer noch: Was haben denn gewisse Einstufungen für Betreuungskonsequenzen? All das ist unbekannt und gehört dringend nachvollziehbar aufgeklärt.“  

Quelle: linksfraktion-bremen.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesWirtschaftsPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.