Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt beenden

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Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt beenden Lorenz Gösta Beutin - Ulf Stephan - Kieler Arbeiterfotografen
(BWP) Nach Angaben der Regionaldirektion der Arbeitsagentur sind allein in Schleswig-Holstein 4700 Menschen mit Behinderung arbeitslos, obwohl mindestens die Hälfte von ihnen über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt. „Am heutigen internationalen Tag der Menschen mit Behinderung ist dies eine Nachricht, die uns wachrütteln muss.“, so Lorenz Gösta Beutin, Bundestagsabgeordneter der LINKEN aus Schleswig-Holstein. „Menschen mit Behinderung sind deutlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als der Rest der Bevölkerung und werden in unserem Bundesland noch immer mit Ausgrenzung und Vorurteilen konfrontiert und dadurch bei der Arbeitssuche stark benachteiligt. Es ist ein Armutszeugnis, dass Arbeitgeber*innen trotz finanzieller Unterstützung durch die Arbeitsagentur und das Integrationsamt immer noch davor zurückschrecken, Menschen mit Behinderung einzustellen und manche Betriebe sogar lieber Strafabgaben zahlen, als ihren Verpflichtungen nachzukommen, Menschen mit Handikap zu beschäftigen.“, so Beutin weiter.

„Oft sind Stellen intern bereits vergeben und Menschen mit Behinderung werden nur als Feigenblatt zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, um der gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen, sie beim Besetzungsverfahren zu berücksichtigen. Sie haben dann aber in Wirklichkeit nie eine Chance die Stelle zu bekommen.“, ergänzt Sonja Thielsen von der Landesarbeitsgemeinschaft selbstbestimmte Behindertenpolitik der LINKEN Schleswig-Holstein. „Dabei sind die 4700 arbeitslosen Menschen mit Handikap sind nur die Spitze des Eisberges. Viele Menschen mit Behinderung arbeiten in Werkstätten und tauchen somit in der Statistik nicht auf. Sie sind aber nicht im ersten Arbeitsmarkt integriert, obwohl das oft möglich wäre. Noch dazu bekommen sie oft mit Hinweis auf von den Werkstätten gestellte Wohnungen, Essen und Fahrdienste einen realen Lohn weit unter dem gesetzlichen Mindestlohn. Ein Lohn von 1,50 € pro Stunde ist keine Seltenheit.“

#Quelle; Lorenz Gösta Beutin MdB

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