Tolle Etiketten helfen Langzeitarbeitslosen nicht

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Tolle Etiketten helfen Langzeitarbeitslosen nicht Matthias Höhn - die-linke.de - Rico Prauss
(BWP) Zur Situation auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2015 erklärt der Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE, Matthias Höhn:

Laut offizieller Statistik waren im Dezember des vergangenen Jahres 2,681 Millionen Menschen ohne Arbeit. Inklusive aller, die aus statistischen Gründen in den offiziellen Zahlen gar nicht erst auftauchen, wäre das Ergebnis realistisch - und deutlich schlechter: Real liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 3,471 Millionen, wie DIE LINKE auch in diesem Monat nachgerechnet hat.

Etiketten wie "Rekordjahr" oder "bester Stand seit 1992" helfen all denen nicht, die im verfestigten Sockel der Langzeitarbeitslosigkeit feststecken - und dies oft seit Jahren. Dort, wie auch bei den prekären Beschäftigungen, sind überwiegend Frauen die Leidtragenden einer verfehlten Arbeitsmarktpolitik, die viel zu wenig auf aktive Vermittlung und Förderung setzt, sich stattdessen von wankelmütiger Konjunktur abhängig macht.

Experten erwarten ein Ende des stetigen Rückgangs der Arbeitslosigkeit für das laufende Jahr. Es wäre allerhöchste Zeit, sich darauf einzustellen und endlich mit aktiven, wirksamen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gegenzusteuern. "Vor dem Schaden klug sein", sagt der weise Volksmund und Ministerin Nahles sollte dies schnell beherzigen.

Quelle: die-linke.de

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