BEER: TTIP ist enorme Chance für unsere Wirtschaft

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BEER: TTIP ist enorme Chance für unsere Wirtschaft Nicola Beer - fdp.de
(BWP) Zur Unterzeichnung des TPP-Abkommens erklärt die FDP-Generalsekretärin NICOLA BEER:

„Während bei uns Hysterie um TTIP geschürt wird, haben die Staaten im Pazifikraum mit TPP die Zeichen der Zeit erkannt. TTIP ist eine enorme Chance für unsere Wirtschaft: Mehr als 600.000 Jobs hängen in Deutschland vom Export in die USA ab. Durch das Freihandelsabkommen können wir einen Handelsraum mit 800 Millionen Einwohnern einen – die beste Voraussetzung, um im Wettbewerb mit China und Japan weltweit gültige Standards in Umwelt- und Sozialfragen zu setzen. Vor allem der Mittelstand würde durch den Zugang zu öffentlichen Aufträgen, durch vereinfachte Exportverfahren und angeglichene Rechtsnormen profitieren – beispielsweise durch die gegenseitige Anerkennung von Zertifizierungen, die doppelte Prüfungen und doppelte Produktionen überflüssig machen. Wenn wir jetzt nicht handeln, werden andere die Standards setzen – allerdings zu unseren Lasten.“

Quelle: fdp.de

1 Kommentar

  • Ivo Gergen

    Sehr geehrte Frau Beer,
    dass der Kernsatz Ihres Beitrags etwas verrutscht ist, hat schon beinahe prophetischen Charakter. Glauben Sie ernsthaft, dass wir unsere vergleichsweise hohen Standards zur Zulassung von Chemikalien oder Lebensmitteln an die USA exportieren können?
    In Realität wären die Standards der Länder gegenseitig zu akzeptieren. Damit haben de facto deutsche Unternehmen mit hohen Standards in den USA Nachteile und erleiden zusätzlich weitere Nachteile durch ausländische Unternehmen, die kostengünstig - da auf niedrigen Standards beruhend - auf den deutschen Markt drängen.
    Die Beschreibung der Größe des vermeintlich dazugewonnenen Wirtschaftsraums mag auf den ersten Blick verlockend klingen. Mehr heißt aber nicht mehr für alle, schließlich wächst der Gesamtmarkt nicht dramatisch. Der Deal geht zu Lasten der Unternehmen, die hohe und damit teure Standards vorzuweisen haben.
    Bestünden wir auf nationaler Ebene auf der Einhaltung bestimmter Standards durch alle Marktteilnehmer, wäre dies wohl möglich. Die Folge wären dann Klagen ausländischer Marktteilnehmer, die den entgangenen Gewinn geltend machen würden.
    Können wir uns leisten, das auszublenden?
    Mit freundlichen Grüßen
    Ivo Gergen

    Ivo Gergen Donnerstag, 04. Februar 2016 21:50 Kommentar-Link

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