Bayerisch-tschechischer Begleitausschuss wählt neue Projekte aus / Aigner: "Wir stellen weitere 15,1 Millionen Euro für 20 zusätzliche Projekte zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bereit"

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Bayerisch-tschechischer Begleitausschuss wählt neue Projekte aus / Aigner: "Wir stellen weitere 15,1 Millionen Euro für 20 zusätzliche Projekte zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bereit" Ilse Aigner - stmwi.bayern.de
(BWP) Die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Bayern und der Tschechischen Republik wird erfolgreich fortgeführt. Der Begleitausschuss des EU-Förderprogramms INTERREG Bayern – Tschechien hat unter Vorsitz des Bayerischen Wirtschaftsministeriums die Förderung von 20 weiteren Projekten genehmigt - zusätzlich zu den bereits 90 geförderten Projekten. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien ist ein wichtiges strukturpolitisches Vorhaben. Daher haben wir im Rahmen des EU-Förderprogramms INTERREG 20 neue Projekte genehmigt. Weitere 15,1 Millionen Euro an EU-Fördermitteln aus dem EFRE Fonds werden jetzt  im bayerisch-tschechischen Grenzraum Wirkung entfalten. So wird nicht nur die lokale Wirtschaft im Grenzgebiet gestärkt, sondern das soziale und kulturelle Miteinander verbessert  und der regionale Lebens- und Naturraum geschützt.“ Die Projekte stammen aus allen vier thematischen Prioritätsachsen des INTERREG Programms Bayern – Tschechien:
 
Es werden zum Beispiel zwei Projekte im Bereich Umweltschutz gefördert, die zur Steigerung und Wiederherstellung der Biodiversität beitragen: Im Projekt ,Aufbau nachhaltiger Jungmuschelbestände in NATURA 2000 Gebieten im Grünen Band Bayern-Tschechien‘ werden durch naturnahe Nachzucht von Jungmuscheln und Aufwertung des Lebensraums die Flussmuscheln im Dreiländereck Bayern-Sachsen-Tschechien vor dem Aussterben bewahrt. Im zweiten Projekt werden Maßnahmen durchgeführt, um die gefährdeten Lebensräume von Fledermäusen zu erhalten.
 
Das Projekt ‚Netzwerk für den Technologietransfer zwischen KMU der Bayerischen-Böhmischen Grenzregion im Bereich moderner Fertigungsmethoden‘ widmet sich im Rahmen der Prioritätenachse ‚Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation‘ der Erstellung einer Plattform für den grenzüberschreitenden Austausch zwischen KMU und Hochschulen in der gesamten Projektregion im Bereich Mechatronik und industrieller Automation. Aber auch kulturelle Projekte werden gefördert: Die Gemeinden Erbendorf (BY) und Fleißen (CZ) engagieren sich beispielsweise für den Erhalt und die  Aufarbeitung des gemeinsamen Kulturerbes eines nicht ganz einfachen Abschnitts der gemeinsamen Geschichte beider Länder: Im Rahmen des Projekts wird eine Dauerausstellung zum Thema Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg gefördert.
 
Drei Jahre vor dem Programmende im Jahr 2020 sind damit bereits 78 Prozent der in der aktuellen Förderperiode verfügbaren Mittel gebunden. „Die hohe Nachfrage nach den INTERREG Mitteln ist Ausdruck der großen Bereitschaft zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien. Diese partnerschaftlich durchgeführten Projekte vor Ort sollen auch künftig dazu beitragen, Grenzen abzubauen und durch die Verbesserung der Zusammenarbeit die Lebensqualität auf beiden Seiten der Grenze zu erhöhen.“
 
Weitere Informationen zu Förderschwerpunkten, verfügbaren Mitteln, sowie die aktuelle Frist zur Einreichung von bayerisch-tschechischen Projektanträgen für den nächsten Begleitausschuss sind auf der Programmhomepage www.by-cz.de ersichtlich.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

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