SPD reicht Eisenmanns Kurswechsel bei Stellen nicht aus

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SPD reicht Eisenmanns Kurswechsel bei Stellen nicht aus Stefan Fulst Blei - spd.landtag-bw.de
(BWP) Fraktionsvize Dr. Stefan Fulst-Blei: „Die Kultusministerin gesteht ein, dass die Streichung von 1.074 Lehrerstellen ein fataler Fehler war. Das muss sie als erstes korrigieren.“ Für SPD-Fraktionsvize Dr. Stefan Fulst-Blei ist die Forderung nach mehr Lehrerstellen angesichts der zusätzlichen Herausforderungen im Bildungssystem alternativlos. „Der Kurswechsel von Kultusministerin Eisenmann zeigt, dass sie zum Glück lernfähig ist. Er ist aber auch das Eingeständnis, dass die von Grün-Schwarz beschlossene Streichung von 1.074 Lehrerstellen ein fataler Fehler war. Das muss sie als erstes korrigieren“, sagte Fulst-Blei. Dem grünen Spardiktat von Ministerpräsident Kretschmann und von Finanzministerin Sitzmann hätte sie sich nie unterwerfen dürfen.

Um ihre Glaubwürdigkeit wiederzuerlangen, reichten weder Lippenbekenntnisse noch Nullsummenspiele aus. „Die Stellenstreichung für das Schuljahr 2017/18 muss sofort zurückgenommen werden“, forderte der SPD-Fraktionsvize. Das sei die Kultusministerin den Schulen schuldig. „Nur die Lehrerstellen zurück ins System zu geben, die sie selbst gestrichen hat, bringt den überforderten Schulen keine Entlastung.“ Eine Steigerung der Unterrichtsqualität sei so ausgeschlossen.

Auch das Vorhaben, Gymnasiallehrkräfte an Grundschulen einzusetzen, sieht Fulst-Blei unter dem Gesichtspunkt der Qualitätssicherung kritisch. Die Anforderungen an die Lehrkräfte seien in der Grundschule völlig andere als am Gymnasium. „Die Annahme, dass 15 Fortbildungstage ausreichen, um die nötigen pädagogisch-didaktischen Fähigkeiten zu erlangen, ist unverschämt und realitätsfremd.“ Das zeuge von mangelnder Wertschätzung gegenüber der Arbeit der Grundschullehrkräfte.

Quelle: SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg

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