So funktioniert eine moderne Unternehmensführung

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So funktioniert eine moderne Unternehmensführung pixabay.com
(BWP) Im Zuge der Digitalisierung hat sich die Arbeitswelt grundlegend verändert – und das branchenübergreifend. Durch die zunehmende Vernetzung und Spezialisierung von Arbeitsabläufen werden die Themen Führung und Kommunikation immer wichtiger. Doch wie organisiert sich ein Unternehmen, wenn nicht mit einer klassischen Hierarchie, bei der ein Vorgesetzter seinen Unterstellten Aufträge erteilt, die diese abarbeiten? Und welche technischen Voraussetzungen sind notwendig, damit diese Strukturen im Berufsalltag umgesetzt werden können?

Hierarchien sind nicht in Stein gemeißelt

Bei modernen Unternehmen gibt es zwar gewisse Hierarchieebenen, allerdings geht es dabei mehr um Verantwortung als um Macht. Ein moderner Vorgesetzter fungiert als Teil des Teams und steht nicht mehr darüber. Er übernimmt im Vergleich zu seinen Kollegen in der Regel mehr organisatorische Aufgaben sowie die Verantwortung. Gleichzeitig arbeitet er selbst aktiv bei der aktuellen Tätigkeit mit. Gerade im Dienstleistungssektor sind Aufträge zunehmend in Projekten organisiert, für die jeweils ein Team aus Spezialisten zusammengestellt wird. Ein Mitarbeiter übernimmt durch seine Expertise bei einem bestimmten Projekt die Leitung sowie die Verantwortung. Beim nächsten Auftrag kann sich seine Rolle bereits verändern. Eine derart dynamisch aufgebaute Hierarchie bietet einige Vorteil:

- Ein Projekt wird von der Person verantwortet, die sich am besten mit dem entsprechenden Inhalt auskennt. Dadurch kann sich der einzelne Mitarbeiter ideal weiterentwickeln.
- Annähernd alle Kollegen befinden sich auf Augenhöhe, was die persönliche Distanz unter ihnen verringert und Vertrauen schafft. Das Team steht im Mittelpunkt der Arbeit und weniger die individuellen Verdienste.
- Die Verantwortung verteilt sich auf mehrere Mitarbeiter. Das motiviert den Einzelnen in Leistungsphasen und sorgt gleichzeitig für Entlastung, wenn jemand anderes ein Projekt betreut.
- Der Wechsel von stressigen und weniger beanspruchenden Phasen verringert den Druck, der auf den Mitarbeitern lastet. Erholungsphasen wirken sich positiv auf die Gesundheit des Angestellten (Stichwort Burnout) und somit auf seine langfristige Leistungsfähigkeit aus.

Die Umsetzung moderner Strukturen in der Praxis

Damit sich die oben genannten Strukturen im Berufsalltag realisieren lassen, muss die Unternehmenskommunikation reibungsfrei ablaufen. In modernen Firmen sind Abteilungen nicht starr festgelegt – einzelne Angestellte können für bestimmte Projekte ihr bisheriges Team temporär verlassen und in ein anderes wechseln. Damit dies funktioniert, müssen alle Informationen (also Daten) jederzeit, überall von jedem Mitarbeiter abgerufen werden können. Hierfür bedarf es einer Software, die es einem Unternehmen ermöglicht, Informationen strukturiert abzuspeichern und bei Bedarf abzurufen. Sogenannte ERP-Systeme (Enterprise-Resource-Planning) helfen dabei, sämtliche Firmenressourcen und -daten zu verwalten. Aus der Verbesserung der Kommunikationsstruktur und der stetigen Verfügbarkeit von Informationen ergeben weitere Vorteile:

- Je mehr Daten vorhanden sind, desto umfassender lassen sich Projekte evaluieren. So verbessert sich der Workflow nachhaltig.
- Vorgänge (z.B. bei der Archivierung von Daten) laufen zunehmend automatisiert ab.
- Die Effektivität sowie die Qualität der Arbeitsprodukte verbessern sich.
- Allgemein reduziert sich der Zeit- und Kostenaufwand, wodurch eine Firma langfristig wettbewerbsfähig bleibt.

Jeder Betrieb kann mit einem anderen ERP-System sein Potenzial bestmöglich ausschöpfen. Ein Unternehmen sollte sich umfassend informieren, welche Kriterien beim Kauf einer ERP-Software eine Rolle spielen und was es bei der Umstellung auf ein solches System zu beachten gilt.

Quelle: Redaktion

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