Niedrige Zinsen in Deutschland – das sollten Investoren jetzt tun

Artikel bewerten
(1 Stimme)
Niedrige Zinsen in Deutschland – das sollten Investoren jetzt tun pixabay.com
(BWP) Die EZB lässt die Leitzinsen für den Euroraum weiterhin bei 0,00 % - unverändert seit dem 10.03.2016. Das betrifft auch Deutschland, wo Investoren auf Erspartes keine Zinsen bekommen. Mancherorts werden sogar Strafzinsen fällig. Die Frage ist, mit welchen Alternativen Investoren die Zeit der Niedrigzinsen am besten überleben können.

Die Mittel der Wahl sind Aktien, Edelmetalle, Kryptowährungen und Immobilien. Eine weitere Alternative ist ein einfaches Tagesgeldkonto. Damit nimmt der Sparer zwar 2 % jährliche Inflationsverluste in Kauf, dürfte sich aber im Fall eines Zusammenbruchs der Weltwirtschaft vor noch größeren Verlusten etwa bei Aktienkäufen schützen. Falls man einem Crash für unwahrscheinlich hält, sind oben genannte Anlagemöglichkeiten weiterhin zu empfehlen.

Aktien

Aktien bescheren dem Investor eine durchschnittliche jährliche Rendite von 6 %. Sorglos zu Aktien greifen kann nur, wer sie erst in ein paar Jahrzehnten verkaufen will – und somit die Zeit hat, Crashs auszusitzen. Alle anderen sollten nur einen Teil ihres Vermögens in Aktien anlegen – denjenigen, den sie aktuell nicht brauchen.

Edelmetalle

Der Goldpreis ist seit Juni 2018 stark gefallen und steigt erst in letzter Zeit wieder an. Ein Einstieg lohnt sich, da die Nachfrage nach Gold weiterhin stark ist. Zu beachten ist, dass der Goldpreis starken Schwankungen unterworfen ist. In den letzten fünf Jahren war von $ 1050 bis fast $ 1400 jeder Wert dabei.

Noch deutlicher sind die Schwankungen beim Silber. Erreichte Silber Anfang 2014 sein 5-Jahres-Maximum, so brach der Kurs bis Ende 2015 fast um die Hälfte ein, worauf er sich wieder erholte. In den letzten Monaten näherte er sich wieder seinem damaligen Tief.

Nähere Informationen zu Edelmetallen und weiteren Alternativen zum Tagesgeld finden sich hier: https://www.tagesgeldzinsen.com/faq/tagesgeld-alternative/.

Kryptowährungen

Kryptowährungen wie Bitcoin sind aktuell nicht als zuverlässige Geldanlage anzusehen. Auf der anderen Seite gibt es aber Experten, die ihnen eine großartige Zukunft prophezeien. Fakt ist, dass der Bitcoin-Kurs in turbulenter Art und Weise mal nach oben und mal nach unten steigt und eine Anlage in Kryptowährungen damit nur etwas für Spekulanten ist.

Konservative Investoren sollten allenfalls einen Teil ihres Geldes in diese Anlageart investieren, da sie sehr riskant scheint.

Immobilien

In Deutschland herrscht nach wie vor in vielen Regionen ein Immobilienboom. In München zahlt man am meisten, doch auch in Berlin ziehen die Preise jedes Jahr kräftig an. Ein Ende ist nicht in Sicht, auch wenn einzelne Stimmen vor einer Blase warnen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich der deutsche Immobilienmarkt dem europäischen angleicht, der seit jeher von relativ zum Einkommen hohen Mieten geprägt ist.

Sollte es zu einem Wirtschaftseinbruch kommen, stünde weniger Einkommen für Immobilienkäufe zur Verfügung und die Preise würden stagnieren. Damit sollten Anleger rechnen. In bestimmten Gegenden können die Preise auch sinken.

Eine gute Mischung ist notwendig

Die Entwicklung der Märkte und der Anlageformen im Jahr 2018 ist schwer zu greifen. Für jede Anlagemöglichkeit gibt es ein Für und ein Wider. Nichts tun ist gleichfalls schwierig, weil dadurch Geld verbrannt wird. Somit bleibt Anlegern nur noch eines: In mehrere Werte investieren, um das Risiko zu streuen. Auch ein Tagesgeldkonto darf dabei sein.

Quelle: Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesWirtschaftsPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.